Naturgarten

31. August 2017

Schwarze Wildbiene mit weissen Streifen und goldgelben Beinen
Furchenbienen-Männchen auf Golddistel

Ein unglaublich heisser August geht zu Ende. Sogar unsere Trocken­spezialisten, die Pflanzen in der Kiesrabatte und auf den Wegen, sahen da öfters etwas matt und müde aus.

Die Insekten hingegen liebten diese Wärme - sie hatten jeden Tag Flugwetter!

Hatte es dieses Jahr wirklich weniger Schmetterlinge, oder dünkte es uns nur so?

Weidenröschen vor dem Stubenfenster
Rosmarinblättrige Weidenröschen - Blüten- und Samenstände

Spätblüher

Das Rosmarinblättrige Weidenröschen blüht von Mitte Juli bis Mitte September.

Spätblühende, einheimische Blütenpflanzen sind ziemlich rar. Wildpflanzen wollen schliesslich nicht nur blühen, sondern auch noch Samen bilden und diese bei günstigen Wetterverhältnissen dem Wind oder auch einem Tiertaxi übergeben.

Um die Blütezeit zu verlängern, wachsen deshalb in unserem Garten auch einige Züchtungen, wie das 'Wunder von Stäfa', eine Bergminze und die Steppensalbei.

Abendstimmung im Rosenbeet
Rosmarinblättrige Weidenröschen und Blutweiderich leuchten in der Abendsonne

Lavendel und Katzenminze fassen das Rosenbeet anstelle von Buchs ein. So müssen wir uns keine Sorgen in Sachen Buchsbaumzünsler machen, zudem blüht der Beetrand monatelang.

Brauner Bär

Eines Morgens sass er an unserer Zimmertür - der Braune Bär. Ein wunderschöner Nachtfalter mit exklusiv braun/weiss gemusterten Vorderflügeln und einem rostrot eingefassten "Pelzkragen".

Wäre er erschrocken, sähe man auch seine leuchtend orangeroten Hinterflügel mit den metallisch blauschwarzen Flecken.

Die Männchen des Braunen Bären fliegen gerne um Mitternacht ans Licht.

Diese Falter können mit ihren verkümmerten Mundwerkzeugen keine Nahrung aufnehmen - sie leben von ihren Reserven.

Raupe mit langen rostroten und schwarzen Haaren
Brauner Bär - Raupe

Viele kennen auch die lang­haarige Raupe des Braunen Bären. Sie ist beim Futtern nicht sehr wählerisch und ist an vielen Kräutern und Sträuchern zu finden. Sie lebt an Wald- und Heckenrändern, in extensiv bewirtschafteten Landschaften und anderen gefährdeten Lebensräumen - und eben in Naturgärten.

Braune Bären überleben den Winter als 10 mm kleine Räupchen an geschützten Stellen am Boden.

Blaue Astern vor dem Haus
Auch die Alpen- oder Kalkaster blüht bis Ende August

Wildblumentöpfe

Kennen Sie ihn noch, den "Neuen Blumentopf" im Beitrag vom 21. Juni 2017? Jetzt blüht er zum zweiten Mal!

Unzählige Wildbienen, Schwebfliegen, verschiedene Wespenarten und Schmetterlinge haben ihn unterdessen besucht.

Wildbienen

Mit lautem Brummen fliegen jetzt wieder Gartenwollbienen. Diesmal nicht am Hauhechel, welcher bereits verblüht ist, sondern an der Katzenminze.

Unermüdlich vertreiben die Männchen alle anderen Blütenbesucher und schaffen so freie Bahn für die eigenen Weibchen.

Wollbienenweibchen mit gelber Bauchbürste
Wollbienen sind auf Schmetterlings- und auf Lippenblütler spezialisiert

Das Wollbienenweibchen im Bild sammelt an der Golddistel Pflanzenwolle für seine Brutzellen und rollt sie zu einer Kugel.

Wollbiene rollt eine Kugel aus Pflanzenhaaren
Grosse Wollbiene sammelt Pflanzenfasern

Diese stellt sie mit anderen Brut­kugeln in einen ge­schütz­ten Hohlraum und imprägniert sie mit Drüsensekreten von ausgewählten Pflanzen gegen Feuchtigkeit .

Nun bringt sie in jede Kugel gesammelten Pollen und Nektar und legt darauf ein Ei.

Dann verschliesst sie den Hohlraum mit Pflanzenhaaren, Steinchen, Erdbröckchen oder Holzstückchen.

Nektar und Pollen für den Nachwuchs
Wollbienenweibchen beim Sammeln

Nächstes Jahr schlüpfen dann im Mai oder Juni junge Garten­wollbienen.

blaue Glockenblumen vor dunklem Hintergrund
Wenn Rundblättrige Glockenblumen nochmals zurückgeschnitten werden, blühen sie bis in den späten Herbst hinein.

Wildbienen 2. Generation

Biene besucht Glockenblume
Blattschneiderbiene mit roter Bauchbürste

In langen, heissen Sommern fliegt bei einzelnen Wild­bienen­arten im Herbst eine 2. Generation Bienen.

Tatsächlich, unsere Rundblättrigen Glockenblumen werden jetzt wieder von Blattschneiderbienen mit ihrem typischen Summton besucht.

Blattschneiderbienen kleiden ihre Brutzellen mit ausgeschnittenen Blatttstückchen aus.

In normalen Sommern wären sie als Ruhelarve in ihren Brutzellen geblieben und hätten auf den Frühling gewartet.

Was hat einen Teil von ihnen zum vorzeitigen Schlüpfen veranlasst? Woher wissen sie, dass noch genügend Zeit zum Bauen von Brutzellen und zum Sammeln von Pollen und Nektar bleibt?

Jedenfalls freue ich mich, dass sie da sind!

Alte Rosen

Die meisten unserer Alten Rosen blühen nur einmal, im Juni. Die Damascenerrose ist eine der wenigen, welche im Herbst nachblüht. Ihre leuchtend rosaroten Blüten verwöhnen uns mit ihrem schweren süssen Rosenduft.

halbgefüllte leuchtend rosarote Rosen
Nachblüte der Rosa 'Damascena'

Aus den Damascenerrosen wird in z.B. in Bulgarien und in der Türkei kostbares Rosenöl gewonnen.

Am Gartenteich

Am Teich wird's langsam, aber sicher herbstlicher.

Als Jagdrevier ist die kleine Wasserfläche aber immer noch attraktiv. Bei Sonnenschein jagen immer noch glitzernde Libellen über dem Wasser.

Wasserpflanzen und Türöffnung der Stalltüre spiegeln sich im Teich
Spiegelungen

Vor einigen Tagen kreiste eine grössere Gruppe Rauchschwalben über dem Teich. Unglaublich, diese Flugkünste!

Sind sie bereits in Gruppen unterwegs ins Winterquartier? Rauchschwalben überqueren dabei bekanntlich die Wüste Sahara!

Seekannenblätter auf der dunklen Wasseroberfläche
Seekanne im Teich

Und zu guter Letzt kommen jeweils am Abend die Fledermäuse und jagen auf der Suche nach Insekten über den Teich.

Insekten sind die Lebensgrundlage für sehr viele Tiere - indirekt auch für uns Menschen!

25. Juli 2017

Braunschwarzer Grasfrosch im Wasser
Grasfrosch, gut getarnt
Im Teich: Eine blaugüne grosse Libelle legt Eier
Königslibelle beim Eierlegen

Dieser Gras­frosch ist vor ein paar Tagen Hals über Kopf in unseren Teich gesprungen (s. oben) und in zwei, drei grossen Zügen ans andere Ufer geschwommen - herzlich willkommen.

Das Bild der Königslibelle habe ich, wie alle Bilder meiner Homepage, in unserem Garten fotografiert.

Libellen

Verschiedene Libellenarten jagen über unserem Teich Insekten.

Es sind blitzschnelle und unglaublich elegante Jäger.

Die Mosaikjungfer ist eine balugrün gestreifte Libelle
Ein Männchen der Blaugrünen Mosaikjungfer jagt über dem Teich

Sie paaren sich am Teich, die Weibchen stechen ihre Eier in Wasserpflanzen oder werfen sie ins Wasser ab.

Libellen leben ein bis zwei Jahre als Larven im Wasser, dabei durchlaufen sie mehr als zehn Larvenstadien und Häutungen. Libellenlarven sind geschickte Räuber, sie fangen grosse Mengen Wasserinsekten.

Anschliessend verpuppen sie sich und fliegen als farbig glitzrige und pfeilschnelle Wesen über den Teichen. Ihr Leben als Fluginsekt dauert etwa 6 bis 8 Wochen.

Die Heidelibelle gehört zu den Grosslibellen. Ihr Körper ist orangerot, die Flügel haben je einen dunklen Fleck
Heidelibelle

Libellen gab es schon vor 300 Millionen Jahren, sie sahen ähnlich aus wie heute, nur waren sie bis 70 cm gross. Sie lebten in feuchten Wäldern aus Schachtelhalmen, Farnen und Bärlappen. Noch heute findet man ihre Versteinerungen.

Libellen waren wahrscheinlich die ersten Lebewesen überhaupt, welche fliegen konnten. Sie gehören auch heute noch zu den besten Fliegern.

Pflanzen und ihre Nachbarn

Die meisten Pflanzen sind sesshafte Wesen, sie können nicht weg. Für die Fotosynthese braucht jede Pflanze Licht und Nährstoffe.

Die Blätter der Seekanne wachsen in das Pfeilkraut
Seekanne und Pfeilkraut

Diese Seekanne haben wir Anfang Mai gepflanzt. Sofort ist sie zügig losgewachsen - immer geradeaus und hat alle 15 cm ein neues Blatt gebildet.

Vor knapp drei Wochen bekam sie eine neue Nachbarin - ein Pfeilkraut.

Von da weg ist sie nicht mehr weitergewachsen, sondern hat dichte Wurzeln ausgebildet. Nun erscheint ein Blatt nach dem andern.

Sie baut offensichtlich ein Bollwerk gegen ihre neue Nachbarin.

Die Seekanne ist am Teichgrund verankert
So sind unsere Seekannen gewachsen: Schnell vorwärts und alle 15 cm ein Blatt

Pflanzen kommunizieren mit Duftstoffen und kennen Freund und Feind.

Wasserschlauch

Der gewöhnliche Wasserschlauch ist eine fleischfressende Pflanze. Als Unterwasserpflanze schwebt er frei im Wasser oder ist im Schlamm verankert. Mit seinen Fangblasen saugt er kleine Wassertiere ein.

Der Wasserschlauch bringt zusätzlichen Sauerstoff in die Gewässer.

Der Wasserschlauch hat dünne, grüne Blätter
Gewöhnlicher Wasserschlauch

Das Gebilde links war unter Wasser am Wasserschlauch.

Ich wollte nachschauen und schob das Ding ein wenig zur Seite. Da löste es sich vom Wasserschlauch und schwamm frei auf der Wasseroberfläche.

Dieselben Insekten

Nun konnte man sehen, dass es sich um viele Insektenkadaver handelt.

Wie sie wohl hierher kamen?

Unser Gartenteich: Das Wasser ist grünlich und der Rand mit Sumpfpflanzen bewachsen
Abendstimmung am Gartenteich

Jungvögel im Garten

Sie erinnern sich: Am 20. und 21. April herrschten eisige Temperaturen. Viele Blüten und junge Früchte sind damals erfroren.

Während wir locker auf Importware umsteigen, ist das Angebot an Früchten für die Vögel mager.

Ein Sperling sucht auf der Rosa glauca nach weichen Hagebutten
Hagebutten der Rosa glauca?

Vögel füttern ihre Brut zwar zunächst mit Insekten, ihre bereits aus­geflogenen Ästlinge brauchen hingegen zuckerhaltigere Nahrung.

Die Alttiere bringen ihre Jungmannschaft jeweils in unsere Wildsträucherhecke und füttern was das Zeug hält.

Der Rote Holunder, die Heckenkirsche, der Schlehdorn und der gemeine Schneeball haben dieses Jahr jedoch keine Früchte.

Ein junger  Hausrotschwanz putzt sich
... mit Babyflaum

Als ich vor zwei Tagen unsere Brombberen pflücken wollte, sassen in der Brombeerhecke Rotschwanz, Haussperling und Mönchs­grasmücke mit Familien.

Angesichts der angespannten Lage auf dem heimischen Beerenmarkt liess ich meine Schüssel stehen und holte stattdessen die Kamera.

Übrigens: Auch unsere Brombeeren und die Johannisbeeren haben nur ganz wenige Früchte. Unsere Reben haben nach dem Frost einige neue Blütentriebe gebildet und wir freuen uns auf die Trauben - wenige zwar, aber immerhin.

Mönchsgrasmücke

In diesem Alter lernen die jungen Vögel, sich allmählich ihre Nahrung selber zu beschaffen.

Wir beobachten jeweils, wie die Eltern ihre Jungen zwar noch begleiten - aber auf ihr Betteln nicht mehr reagieren.

Ein junger Feldsperling mit noch viel Flaum im Gefieder
Junger Feldsperling: Hallo, wer da?
Dunkle, grosse Äste
Am Asthaufen

Hornissen

Die Hornisse patroulliert über den Blütendolden
Hornisse auf der Jagd

Im Moment blüht die Waldengelwurz. Ihre hübschen Dolden sind voller Insekten, wie Schwebfliegen, Wespen, Käfer etc..

Und immer wieder taucht über den Blütendolden schwer brummend eine Hornisse auf.

Die kleineren Insekten sind viel flinker und wendiger, schwer vorstellbar, dass die Hornisse eine von ihnen fangen kann.

Doch da! Jetzt hat sie etwas erwischt - richtig eine Graue Fleischfliege!

Nach einem kurzen Kampf fliegt sie mit ihr davon - wohl Richtung Hornissennest. Hornissen füttern ihre Brut mit Insekten.

Hornissen sind für Menschen weniger lästig und aggressiv als die Gemeinen Wespen.

Waldengelwurz

Ein Hornissenstich ist nicht gefährlicher als ein Bienen oder Wespenstich.

Dunkle Königskerze und Rainfarn
Blühstreifen mit Wildblumen im Gemüsegarten

21. Juni 2017

Ein Büschel rosarote Rosen
Celsiana
Gebüsch aus rosaroten Alten Rosen
Hecke aus Alten Rosen

Nach viel Schnee, bitterkaltem Frost, Trockenheit und Hitze blüht die Hecke mit den Alten Rosen wieder wunderbar. Der ganze Garten duftet nach Alten Rosen.

Zwar haben die Rosensträucher einige Zeit gebraucht, bis sie die Frostschäden "repariert" hatten, aber schliesslich war ihnen der ganze Stress kaum mehr anzusehen.

Weisse Rose im Vordergrund, die roten im Hintergrund
Ein ungewohntes Bild: Die Bibernellrose blüht im Juni, zusammen mit den Alten Rosen

Die Bibernellrose, eine Wildrose, öffnete ihre Blüten wie gewohnt anfangs Mai, leider waren beinahe alle Blüten in der Mitte schwarz, also erfroren.

Und dann, Mitte Juni, blühte der ganze Rosenstrauch ein zweites Mal - mit ausserordentlich grossen Blüten und feinem Duft! Wirklich erstaunlich!

Schmetterlinge

Täusche ich mich, oder sind dieses Jahr weniger Schmetterlinge unterwegs? Sind die Raupen oder Puppen erfroren?

Seit einigen Jahren lasse ich überall im Garten Knoblauchhederich wachsen, in der Hoffnung, Aurorafalter in unserem Garten fotografieren zu können - Sie wissen, das sind die männlichen Falter mit dem Goldschmuck auf den Flügelunterseiten. Und nun habe ich drei Aurorafalter-Raupen an einer Knoblauchhederich-Pflanze gefunden!

Wir haben Schwalben­schwanz­raupen an den Karotten, am Fenchel und an den Wilden Möhren gesucht - gefunden haben wir welche am Diptam und an der Weinraute!

Viele Taubenschwänzchen im Garten: Kommt das vom vielen Labkraut rund um unseren Garten? Taubenschwänzchen legen ihre Eier nämlich an Labkräuter, gleichzeitig brauchen sie auch viele andere nektarreiche Pflanzen, denn ihre Eiablage ist kräftezehrend und dauert lange.

Hummelschwärmer saugt mit seinem Rüssel Nektar
Hummelschwärmer an Katzenminze

Im Mai war öfters ein Hummel­schwärmer an verschie­denen Blüten im Garten unterwegs. Die olivgrünen tagaktiven Schwärmer sind ein bisschen grösser und farbiger als die Tauben­schwänzchen. Auch sie fliegen wie Kolibris von Blüte zu Blüte. Ihre Schuppen sehen aus wie Haare und ihre Flügel sind teilweise durchsichtig. Die Raupe des Hummelschwärmers lebt an Heckenkirschen.

Wildbienen

Sie sind alle wieder da: Die Erd-, Sand- und Mauerbienen, die Furchen- Masken- und Blatt­schneider­bienen sowie die vielen Kuckucksbienen.

In die Glockenblumen fliegen kleine und grosse und Scherenbienen und am Hauhechel schaffen die Wollbienen­männchen Platz für ihre Weibchen.

Blumentopf mit rosaroten, blauen und gelben Blumen
Neuer Topf mit Wildblumen

Wildblumen-Töpfe

Seit mehreren Wochen blühen die Wildblumen in den Töpfen beim Hauseingang. Zusammen mit den Pflanzen, welche sich unten in die Pflästerung ausgesät haben, sieht das recht prächtig aus.

Bienen, Hummeln, Wildbienen und Schwebfliegen sind häufige Gäste.

Leuchtend gelbe Blumen im Topf
Topfpflanzen: Ochsenauge und Tripmadam

Bei den momentanen Temperaturen von 30° C und mehr, müssen die Topfpflanzen fast täglich gegossen werden.

Igel

Jedes Jahr gehen in unserer Scheune Igel ein und aus - meinen Mann und mich nehmen sie als Mitbewohner einfach in Kauf und ignorieren uns nach Möglichkeit.

Die Igelweglein in den Staudenrabatten zeugen von nächtlicher Futtersuche.

Die Igel finden bei uns Unterschlupf in und unter der Scheune, sie bauen ihre Nester aus Stroh-, Heu-und Laubhaufen.

Grosse Äste und grössere Steine
Ast- und Steinhaufen als Unterschlupf und Lebensraum für viele Tiere

Wir haben einen Ast- und einen Steinhaufen gebaut. Beide haben im unteren Bereich grössere Hohlräume - als Unterschlupf für viele kleine Tiere.

Das Holz wird in den nächsten Jahrzehnten von unzähligen Bakterien, Pilzen und Insekten Schritt für Schritt bewohnt und abgebaut, auf diese Weise wird es allmählich wieder zu Erde.

blaue Glockenblumen
Rundblättrige Glockenblumen in der Pflästerung
Junger Neuntöter: Heller Kopf mit Schwarzem Strich vom Schnabel zum Auge, Flügeldecken grau  und rötlich ; Bauch rellrosa. Er sitzt auf einem dornigen Rosenast
Junges Neuntöter-Männchen

Vögel

Viele Meisen, Finken, Spatzen, Amseln, Gras­mücken etc. kommen an unseren Teich um Wasser zu trinken und zu baden. Es herrscht ein emsiges Kommen und Gehen.

Vor ein paar Tagen sass sogar ein junges Neuntöter-Männchen auf einem Wildrosenstrauch und bettelte.

Neuntöter bewohnen niedrige, dichte Dornenhecken, sie ernähren sich von Insekten, wie Käfer, Hummeln, Heuschrecken und grosse Fliegen.

Bergmolche

Diesen Frühling wanderten immer mehr Bergmolche in unseren Teich um sich zu paaren und Eier zu legen.

Die vielen Weibchen legten ihre Eier an die noch spärlichen Wasserpflanzen - beinahe eine Überforderung für die vielen noch zarten Pflänzchen.

Molchweibchen mit orangerotem Bauch
Bergmolch-Weibchen

Jetzt sind die erwachsenen Tiere nicht mehr im Teich. Bergmolche sind die meiste Zeit Land­bewohner.

Nun schwimmen viele Molchlarven im Weiher, sie sind schon mehrere Zentimeter lang und haben noch immer Kiemenbüschel zum Atmen.

Blauschwarze, kleine nadelförmige Libellen
Azurjungfern-Pärchen auf einem Seekannen-Blatt

Libellen

Die kleinen Adonis- und Azurlibellen sowie die grösseren Plattbauch-, Heide- und Vier­fleck­libellen besuchen unseren Teich. Sie paaren sich und legen Eier ins Wasser.

Die Blauflügel-Prachtlibelle und eine grosse blaue Libelle jagen Insekten über unserem Teich.

Kartäusernelken und Wollgras am Teichrand
Spiegelungen im Teich
Abendstimmung bald Ende Juni

Ganz allmählich wird die Teichrand-Bepflanzung etwas üppiger. Die Pflanzen ausserhalb der Teichfolie, es sind dies die im letzten Herbst gepflanzten Trockenspezialisten, haben bei der momentanen Trockenheit und Hitze doch etwas Mühe - sie bleiben klein.

Unser Garten anfangs Juli 2017

Ende April 2017

Rotmilan vor unserem Haus
Rosenbogen mit Waldrebe, dahinter die Hecke
Alpenrebe und Roter Holunder blühen

Frühling

Viele Sträucher blühen bereits - bis jetzt war es angenehm warm.

Nun schneit es wieder, aber das wird sich sicher bald ändern und wir können wieder draussen sitzen und die Sonne geniessen.

Der Rotmilan zieht über unserem Haus seine Kreise. Mein grosses Kamera- Auge scheint ihn jedoch zu ärgern und er schimpft unmissverständlich.

Teichrand mit jungen Wasserpflanzen
Die Sumpfpflanzen werden langsam grösser

Im Teich

Der Teich beginnt sich zu bevölkern. Grazile Köcher­fliegen-Larven spazieren auf den Steinen am Teichufer. Sie haben sich ihre Köcher aus verschiedenen Pflanzenteilen gebaut.

Dunkelbraunes Fluginsekt
Wassermotte auf Jeans

Nach der Verpuppung werden aus ihnen sogenannte Wasssser­motten, ca. 2.5 cm grosse, nachtaktive Fluginsekten.

Schlammschnecken grasen unermüdlich die Algen auf den Steinen ab. Zwischen den Steinen und am Teichgrund sieht man etliche Bergmolche. Wasserläufer und Rückenschwimmer beleben die Wasseroberfläche.

Die allermeisten Wasserpflanzen haben den Winter überstanden und beginnen zu wachsen.

Wildsträucherhecke im Frühling
Blühender Roter Holunder zwischen jungem Blattgrün

Frostschäden Ende April

Am 20. und 21. April herrschten eisige Temperaturen, es entstanden hier in der Ostschweiz grosse Schäden an Obstkulturen und Reben.

Sogar einzelne Rosentriebe bekamen bei uns im Garten Mühe und erholten sich nur schlecht.

Viel Schnee Ende April

Am 28. April ist der Winter nochmals zurückgekehrt. Es hatte die ganze Nacht geschneit und es schneite bis zum Abend weiter, ohne Pause.

Der Schnee war unglaublich schwer und drückte vieles zu Boden - so auch unsere Wildrosen.

Wieder aufgerichtetee Wildrose
Tags darauf ist sie, zwar mit etwas Hilfe, wieder aufgestanden, nichts ist gebrochen - unglaublich!
Gelbe Kugeln der Trollblume
Vor dem grossen Schnee: Trollblumen im Rosenbeet

7. März 2017

Hohe Schlüsselblume als Frühlingsbote

Glühwein für Hummeln

Es ist immer noch recht kühl, nichtsdestotrotz fliegen bereits die allerersten Hummeln und sammeln Nektar.

Die Stinkende Nieswurz heizt ihre Blüten, sodass die Hummeln beim Nektar Trinken nicht auskühlen.

Und nicht nur das: Mit Hilfe von Hefen ist aus einem Teil des Zuckers Alkohol geworden. Zum Wohl!

Die ersten Dunklen Erdhummeln im Frühling sind alles junge Königinnen. Sie haben als einzige überwintert und suchen sich nun einen Platz für ihr Nest. Dies können alte, bis 1.50 m tiefe Mäusegänge oder andere Hohlräume sein.

Dunkle Erdhummel auf Futtersuche

Die junge Königin sammelt zuerst Nektar und Pollen als Futter­vorrat für sich und die erste Brut. Dann baut sie Brutkammern aus Wachs, legt die ersten Eier und brütet sie aus.

Anschliessend pflegt und füttert sie die geschlüpften Larven bis sich diese verpuppen. Nach einigen Tagen schlüpfen aus den Kokons die ersten Arbeiterinnen.

Von nun an legt die Königin nur noch Eier. Die Bauarbeiten und Pflege im Nest übernehmen die Arbeiterinnen. Sie füttern die Brut und pflegen sie - bis ein Volk von bis zu 600 Hummeln entstanden ist.

Wildbienen

Im Bild nebenan sehen Sie die erste Wildbiene in unserem Garten 2017. Das Frühlingspelzbienen-Männchen war zwar noch etwas benommen und noch nicht sehr schnell unterwegs.

Wahrscheinlich war es ganz frisch aus seiner Brutzelle im Kies- oder Lehmboden oder in der nahegelegenen Kieswand geschlüpft. Vielleicht befand sich seine Brutzelle auch in den Strohlehm -Wickeln unseres Hauses - wer weiss!

Pelzbiene ♂: 2017 die erste Wildbiene im Garten

Seine Brutzelle, eine hohle, längliche Kugel aus getrocknetem Lehmmörtel, hat seine Mutter im letzten Frühling gebaut. Sie hat sie innen mit einer feinen wachsartigen Schicht imprägniert und Pollen und Nektar als Futtervorrat für die künftige Larve eingebracht. Schliesslich hat sie ein Ei auf den Futterbrei gelegt und die Brutzelle verschlossen.

Die kleine Larve hat sich vom Futterbrei ernährt und ist rasch gewachsen, dann hat sie sich verpuppt und ist schliesslich aus dem Kokon geschlüpft.

Den ganzen Sommer, Herbst und Winter über hat dann das Pelzbienen-Männchen in seiner Einsiedelei auf den Frühling mit den wärmenden Sonnenstrahlen gewartet.

Heute vermutlich, hat es die gemauerte Brutzellen-Wand aufgebissen und ist zu uns in den Garten geflogen.
Herzlich willkommen!

Die Weibchen der Frühlings­pelzbienen erscheinen erst etwa in drei Wochen.

Wenn es wärmer ist und auch die Weibchen hier sind, laufen Pelzbienenmänner zur Hochform auf. Sie patrouillieren mit unglaublichem Tempo und kräftigem Brummen in immer gleichen Schleifen zwischen den verschiedenen Blütenpflanzen - immer auf der Suche nach Nahrung und unbegatteten Weibchen.

Elfenkrokus: Erste Blüten für Wild- und Honigbienen

25. Januar 2017

Samenstand der Mottenkönigskerze

Sie sehen es, auch bei uns ist es kalt. Seit vielen Tagen herrschen tiefe Minus­temperaturen bei Schnee und Raureif.

Die Amseln und Meisen sitzen aufgeplustert und in stoischer Ruhe auf den Zweigen der Sträucher.

Die Spatzen schlüpfen in der mächtigen Multiflora-Rose unter.

Bergmolchlarve im Miniweier
Schnee und Eis im Rosengarten
Blaue Prachtlibelle ♂
Amselweibchen im Holunderstrauch

Wir haben schon jahrzehntelang keine Vögel mehr gefüttert, aber jetzt ist es doch schon sehr lange kalt.

Gesagt getan: Zuerst auf der Webseite der Vogelwarte nachgeschaut, wie das geht und Vogelfutter und -häuschen gekauft.

Und wirklich "unsere Vögel" kamen, nahmen eine Kostprobe - und flogen subito wieder zu ihren Hagebutten und Beeren an den Sträuchern! Auch die Meisen suchen weiterhin unermüdlich die Flechten an den Holundersträuchern ab.

Was soll's! Vielleicht kommen sie ja später wieder!

Blühender Heckenrand
Haus- und Feldspatzen in der 'Rosa Multiflora'

Unsere Landschaft verwandelt sich fast jährlich während der Winter­monate in eine lebens­feindliche Eiswüste. Das Futter wird rar.

Wie überlebt man's?

Die einen Tiere fliehen Richtung Süden, andere schlafen im Schutz von Höhlen und Unterschlüpfen bis zum Frühling und weitere ziehen sich ein warmes Pelz- oder Federkleid über.

Viele Insekten überleben den Winter als Puppen und brauchen den Winter über keine Nahrung.

Apothekerrosen-Hagebutten mit Scheehäubchen

Wenn ich jetzt im schneeweissen und eiskalten Garten fotografiere und mich bereits ein leises Kribbeln packt (Frühling?), frage ich mich:

Geht es allen "unseren" Tieren in ihren Verstecken ebenso? Schliesslich müssen auch sie bereit sein, wenn es wärmer wird!

Wie spüren all die Pflanzen den Frühling? Freuen auch sie sich, bis es wärmer wird?

Drinnen: Aussicht auf die verschneiten Holunderbüsche

Und wie überstehen wir Menschen den Winter, schliesslich waren doch unsere Urahnen Afrikaner?

Wildsträucherhecke mit Amsel

Wir ziehen uns in geheizte Räume zurück und gehen nur dick verpackt nach draussen!

Eisblumen am Stallfenster

 

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