Naturgarten

5. Juni 2019

Aurorafalter, Weibchen

Ja, ja, Jäger und Sammler - auch ich! Obwohl ich immer behauptet hatte, mir fehle die Begabung dazu!

So habe ich dieses Jahr, verteilt an vielen Standorten, Knoblauchsrauke im Garten stehen lassen, in der Hoffnung, auch noch ein Auroraweibchen fotografieren zu können.

Richtig, das alles wegen des schönen Brokatmusters auf seinen Hinterflügeln!

Knoblauchsrauke, Raupenfutterpflanze des Aurorafalters

Kreuzblütler, wie Wiesenschaumkraut und Knoblauchsrauke, aber auch Silberblatt und Nachtviole sind die Raupenfutterpflanzen des Aurorafalters.

Aurorafalter-Ei: 1 mm
Kleine Aurorafalter-Raupe

Auch beim Eierlegen habe ich das Falterweibchen beobachten können!

Die Eier sind leuchtend orange. Meistens legen die Weibchen nur ein Ei pro Pflanze.

Nebenan ist bereits eine kleine Raupe am Fressen.

SRF: Mission B

Haben Sie die Sendereihe ebenfalls entdeckt?

Blumentöpfe mit einheimischen Pflanzen beim Hauseingang

Jeder Quadratmeter zählt

Für mehr Biodiversität: Bei «Mission B» kann jede und jeder mitmachen.

Blumenwiese, vor drei Jahren eingesät

SRF: "Habt ihr neuen Raum für die Natur geschaffen, heimische Wildblumen gesät, einen Asthaufen liegengelassen, Steine aufgetürmt oder gar einen Teich realisiert? Dann tragt hier die Anzahl Quadratmeter eurer neu geschaffenen Naturfläche ein und verfolgt mit, wie überall in der Schweiz neue Lebensräume für einheimische Pflanzen und Tiere entstehen."

Wir säen eine kleine Blumenwiese

Wir haben letzten Herbst beschlossen, den Gemüsegarten nochmals zu verkleinern und eine Blumenwiese einzusäen.

So haben wir, noch im Herbst, 10 x 2 m Garten mit der Bodenhacke bearbeitet, und den Bewuchs herausgelesen.

Diesen Frühling haben wir den Boden nochmals oberflächlich (max. 3 cm tief) durchgearbeitet und das Unkraut herausgelesen. Am 2. Mai, als der Boden etwas wärmer war, haben wir angesät.

Bei uns hat sich die Wildblumenwiese von Fenaco (UFA Wildblumenwiese
Original CH-i-G) bewährt.

Es wird in zwei Arbeitsgängen gesät, einmal längs und einmal quer.

Samen anklopfen

Der Wildblumensamen wird nicht eingerecht, sondern nur angeklopft.

Die Spatzen haben sich sofort über die Samen hergemacht, deshalb und wegen der vielen Katzen, das Vogelschutznetz.

Wir hatten Glück: Nach längerer Trockenheit hat es an den nächsten Tagen geregnet. Wir sind sehr gespannt, was wachsen wird.

Frühere Einsaaten beim Gemüsegarten, verschiedenen Mischungen und Anpflanzungen
Die Wiese wächst!

Der neue Bewuchs erscheint recht dicht. Ein Teil davon werden wohl einjährige Unkräuter sein.

Sobald der neue Aufwuchs so dicht ist, dass kein Licht mehr auf den Boden fällt, erfolgt ein sogenannter Säuberungsschnitt.

Wir freuen uns auf das neue Wiesenstück!

Hecke mit einheimischen Sträuchern und blühenden einheimischen Wildstauden

Letzten Dezember haben wir hier eine Hecke mit einheimischen Sträuchern gepflanzt. Sie ist unterdessen gut angewachsen.

Einzig der Rote Holunder hat recht früh ausgetrieben und ist dann bei einem späten starken Frost erfroren. Nun haben wir ihn durch einem Roten Holunder im Topf ersetzt.

Plattbauchlibelle an Sibirischer Schwertlilie

Übrigens: Mit dem Krötenlaich hat's doch noch geklappt. Plötzlich hingen Laichschnüre am Kleinen Rohrkolben! Einen ganzen Monat später, als letztes Jahr!

Unser Gartenteich am 31. Mai 2019

Und wieder schwimmen, nebst vielen Bergmolchen, Libellen- und anderen Insektenlarven sowie Wasserschnecken, kleine Erdkröten-Kaulquappen im Teich.

10. April 2019

Erdkröten-Weibchen

 

Zweifarbige Sandbiene an Schlüsselblume

Es ist Frühling! Und alle sind sie wieder da: Die ersten Blüten, die ersten Wild­bienen, die ersten Schmetterlinge....

Die frisch geschlüpften Wildbienen haben jetzt einen wunderhübschen Pelz. Bei der Biene rechts sieht man sogar den Blütenstaub im Kopfhaar. Sie wird ihn zu weiteren Schlüsselblumen tragen, dort Nektar trinken, dabei Pollen abstreifen - und schon ist die Blüte befruchtet.

Erste Blüten

Der Huflattich hat sich in der Sumpfzone niedergelassen. Ich werde ihn im Auge behalten!

Frühe Blüten sind sehr gefragt: Wildbienenmännchen umkreisen in rasantem Flug erste Blütenbestände. Dabei setzen sie Duftmarken für ihre 1-2 Wochen später erscheinenden Weibchen.

So müssen diese nicht lange nach ergiebigen Futterquellen suchen - und obendrein finden die Männchen ihre Weibchen auf ebendiesen Blüten!

Küchenschellen und Traubenhyazinthen - Frühblüher in der Kiesrabatte

Da erste Blüten rar sind, lassen wir im Gemüsegarten die ersten Unkräuter noch etwas blühen. Die Beete werden ohnehin vor dem Anpflanzen und den Sommer hindurch bearbeitet.

Blühende Ackertaubnesseln sind übrigens bei Insekten sehr beliebt!

Ackertaubnesseln im Gemüsegarten

Wildbienen

Bei den frühen Wildbienen hat die Saison bereits begonnen. Sie bauen Nester und legen Brutzellen an.

09.04.2019 Mehrere Eingänge zu Frühlings-Pelzbienen-Nestern

Hier an der Südwestwand, unter dem Vordach, haben einige Frühlingspelzbienen-Weibchen Gänge zu ihren Brutzellen in die sandige Erde gegraben.

Unermüdlich schieben sie das Sand-Erde Gemisch hinter sich.

Der Nesteingang wird geglättet und mit einem Drüsensekret ausgekleidet

Oft liegen 2-3 sich verzweigende Gänge hinter dem Nesteingang.

Die gemörtelten Brutzellen mit dem Futtervorrat und je einem Ei liegen meist nur 3-5 cm unter der Erdoberfläche. Sie sind innen mit einer wachsartigen Beschichtung ausgekleidet.

Besichtigungstermin heute?
Trauerbiene: Kuckucksbiene der
Frühlingspelzbiene

Kuckucksbienen

Kuckucksbienen legen ihre Eier in fremde Nester. So legt die Trauerbiene ihre Eier in fertige Frühlings-Pelzbienennester; anstelle einer Pelzbiene schlüpft im nächsten Frühling eine Trauerbiene aus dem Pelzbienen-Nest.

Auf diese Weise sind die Bestände beider Bienenarten miteinander verknüpft - gibt es viele Pelz­bienen­nester, so gibt es auch mehr Trauer­bienen und umgekehrt.

Gundelrebe oder Gundermann - hübsch, nicht wahr?
Männchen der Gehörnten Mauerbiene:
Abend-Sonnenbad am Fachwerkbalken

Hummeln

Hummeln können ihre Körper­temperatur regeln. Sie fliegen deshalb bereits bei kühleren Temperaturen.

Die ersten Hummeln sind alles befruchtete Königinnen. Sie suchen ein Versteck für ihr Nest (im Boden, im Gebäude etc.), sammeln Pollen und Nektar und legen die ersten Eier in Brutzellen aus Wachs.

Anschliessend bebrüten sie die Eier und versorgen dann die geschlüpften Larven.

Ackerhummelkönigin auf Ackertaubnessel

Nach einer Woche verpuppen sich die madenförmigen Hummellarven.

Nach 7-10 Tagen Puppenruhe schlüpfen die jungen Hummeln. Sie übernehmen alle Arbeiten im Nest, ihre Mutter, die Königin, besorgt nur noch die Eiablage.

Vögel

Distelfink

24. Februar 2019: welch ein Geschwätz in unserer Multiflora-Rose! Die ersten Stare sind zurück! Sie sitzen gut geschützt im grossen Rosenstrauch.

27.03. 2019: Hohes, helles, fröhliches Gezwitscher aus dem Holunderstrauch, die Distelfinke oder Stieglitze sind zurück! Sie sind Stammgäste am Teich.

Die Multiflora-Rose ist plötzlich voller Stare

9. April 2019: Soeben habe ich die ersten Rauchschwalben gesehen, sie jagen wie jedes Jahr über unserem Gemüsegarten nach Insekten.

Sind es dieselben Vögel, wie letztes Jahr? Nisten sie wieder im Kuhstall unseres Nachbarn?

Amphibien

31. März 2019: Ein, zwei Erdkrötenweibchen sitzen zwischen den dürren Stängeln des kleinen Rohrkolbens im Teich! Werden wir wieder, wie letztes Jahr, die vielen, vielen Erdkröten-Kaulquappen heranwachsen sehen? Wir freuen uns sehr!

Erdkrötenweibchen im Gartenteich in der Abendsonne

Eine Woche später: Leider, leider sind die beiden Erdkrötenweibchen allein geblieben, es haben sich keine Männchen eingefunden.

Sehr wahrscheinlich sind sie weitergewandert. Schade!

Abendstimmung am Teich

10. Februar 2019

Neuschnee am 4. Februar 2019

 

Januar und Februar waren bis jetzt wunderschön, immer wieder  Schnee und immer wieder Sonne. Alles funkelte und glitzerte, eine wunderschöne Eiswüste.

Unter der weissen Pracht geht das Leben jedoch weiter. Dank unendlich vieler Tricks und ausgeklügelter Vorsorgesysteme überleben Pflanzen und Tiere diese lebensfeindliche Zeit.

Viel Schnee auf: Rosenbogen, Teichrand, Wildsträucherhecke und Bäumen der Nachbarn
Diptam: Leere Samenkapseln

SRF: Mission B – für mehr Biodiversität

Schweizer Radio und Fernsehen SRF wollen, zusammen mit weiteren Organisationen, die Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren fördern.

Sie werden während der nächsten 1 ½ Jahre vermehrt über Projekte berichten, welche die Biodiversität fördern.

«Wir wollen die Leute aufrufen, Natur- und Biodiversitätsflächen zu schaffen. Landesweit sollen Millionen zusätzlicher Quadratmeter für Pflanzen, Insekten, Vögel und andere Tiere entstehen.»

«Wir wollen damit den Leuten die Schönheit der kleinen Dinge im Garten näher bringen,» so die Projektverantwortliche Isabelle Sedivy.

Bibernellrose mit schwarzen Hagebutten

«Der Aktionsraum dafür ist gross: Ein Hobbygärtner beispielsweise kann auf der Terrasse oder in seinem Garten eine solche grüne Insel schaffen.»

«Den Erfolg unserer Aktion werden wir an den gewonnenen Biodiversitätsflächen messen können», so Isabelle Sedivy.

Start der «Mission B – für mehr Biodiversität», Frühjahr 2019

Winter im Rosengarten (04.02.2019)

Onlineplattform Floretia

Auf www.floretia.ch entsteht auf Ende März 2019 eine Onlineplattform, welche gratis für jeden Ort in der Schweiz standortgerechte, heimische Gartenpflanzen vorschlagen kann.

Daniel Ballmer, Projektleiter:
«Wir möchten, dass alle Gärtnerinnen und Gärtner in der Schweiz ihren Garten naturnah bepflanzen können – unabhängig von ihrer Artenkenntnis. Dazu möchten wir eine Onlineplattform programmieren, die für jeden Wunsch einige passende, ökologisch wertvolle Bepflanzungsvorschläge zusammenstellt und die Pflegetipps gleich mitliefert.»

«Eine naturnahe Bepflanzung soll zur einfachsten Lösung für jeden Garten werden. Nur so können wir das Artensterben im Siedlungsraum aufhalten».

Schnee und Raureif auf Lärchen und Rosen (07.02.2019)
Gemeines Pfaffenhütchen

Neue Hecke

Noch vor Wintereinbruch haben wir beim Gemüsegarten eine neue Wildsträucher-Hecke gepflanzt.

Es sind eher kleinwüchsige Sträucher - wir hoffen nun, dass sie genügend Platz haben und ihr Wuchs schön zur Geltung kommt.

Auch freuen wir uns auf ihre Blüten und ihre Früchte.

Mehr finden Sie unter:

Wildsträucher-Hecke/Hecke pflanzen

Neue Hecke vorne links - rechts Standort des zukünftigen Blühstreifens

Neuer Blühstreifen

Wir haben unseren Gemüsegarten etwas verkleinert und werden nun an dieser Stelle ein Stück Blumenwiese ansäen.

Letzten Herbst haben wir die Erde umgegraben und die Wurzelunkräuter herausgelesen. Den Winter über ruht nun der Boden.

Mitte April werden wir nochmals oberflächlich (3 cm tief) bearbeiten und alle wieder gewachsenen Pflanzen herauslesen.

Dann werden wir Blumenwiesensamen aus dem Fachhandel aussäen.

Ich werde das Ganze fotografieren und laufend berichten. Ich bin gespannt! Blühen wird der Wiesenstreifen dieses Jahr noch nicht, denn die Pflanzen sind mehrjährig und blühen erst nächstes Jahr.
Genaueres erfahren Sie unter: Aussaat und Pflege von Blumenwiesen, sowie

Ansaat und Pflege einer Blumenwiese (Dez 2015): Video von Vogelwarte Sempach und FiBL über Ansaat und Pflege einer Blumenwiese - Schritt für Schritt.

Rosa glauca, Bereifte Rose oder Hechtrose (04.02.2019)

 

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