Naturgarten

14. Oktober 2019

Blumen, nach dem 3. Säuberungsschnitt gesammelt

Erst die Wiese mähen und dann den Blumen­strauss binden. Das geht - sofern die Wiese mit der Sense gemäht wurde! Gute Ideen kommen halt manchmal etwas später!

Der Blühstreifen in unserem Garten ist bereits wunderbar dicht. Unten sind jedoch noch weitere Blattrosetten, welche erst nächstes Jahr blühen werden.

Ich bin gespannt!

Blumenwiese vor dem 3. Säuberungsschnitt am 22.09.2019 (am 2. Mai 2019 gesät)
Rotkehlchen

Vögel im Garten

Verschiedene Meisen und Finken, Spatzen, Zilzalp, Mönchsgrasmücke, Hausrotschwanz, Amseln und weitere besuchen täglich unsere Wildsträucherhecke - sie wohnen hier.

Wenn sieben und mehr junge Distelfinken gleichzeitig im Teich baden - dann sieht das nicht nur hübsch aus, es tönt auch fein!

Bei Regenwetter jagen einzelne Vögel offensichtlich Insekten in unseren grossen Rosensträuchern.

Blühstreifen am Strassenrand: Dekorative Samenstände sind auch begehrtes Vogelfutter

Naturgartenpflege im Herbst

Naturgärten sind unordentlich? Ausschliesslich im Herbst kurz und kahl geschorene Gärten sind schön und ordentlich? Merkwürdig!

Dekorative Samenstände sind ein hübscher Gartenschmuck. Sie bieten ausserdem Unterschlupf für Insektenlarven und Futter für die Vögel.

Heuschrecken

Blumenwiese (Bild vom 06.08.2015)

Heuschrecken lieben Naturgärten, denn hier fahren keine grossen und schnellen Mäh- und Mulch­maschinen auf, auch müssen sie keine Dünger- und Pestizidduschen fürchten. Zudem finden sie hier auch ausreichend Futter.

Uns freut das vielstimmige Zirpen der Grillen und Heuschrecken an warmen Sommer- und Herbsttagen rund um unser Haus.

Heuschrecken durchlaufen, je nach Art, fünf bis zwölf Nymphen-(Larven-)Stadien.

Heckenrand (Bild vom 17.05.2015)

Langfühlerschrecken

Bei den Langfühlerschrecken locken die erwachsenen Männchen mit Zirpen die Weibchen an, dabei reiben sie die Vorderflügel aneinander. Übrigens: Langfühlerschrecken hören mit den Vorderbeinen!

Die meisten Langfühlerschrecken sind Räuber und leben von kleinen Insekten und deren Larven, ausserdem fressen sie an verschiedenen krautigen Pflanzen.

Grosses grünes Heupferd, Nymphe

Dieses Jahr hatten wir mehrere Grüne Heupferde in unserem Garten. Eines hat uns sogar in unserem Haus besucht und ein Feier­abend­konzert von der Türkante herunter gegeben.
Erstaunlich, diese Lautstärke!

Sie kennen das: Man läuft durch eine Wiese und links und rechts, vorne und hinten hüpft's? Nicht? Dann sollten Sie es einmal mit einem Blumenrasen oder einer Blumenwiese in Ihrem Garten versuchen!

Die Gewöhnliche Strauchschrecke (Bild links) kann nicht fliegen, sie lebt versteckt in hohen Wiesen und an Heckenrändern, in Gärten und auf Bäumen. Ausgewachsene Tiere sind 13 - 20 mm lang.

Die Männchen singen vom Nachmittag bis tief in die Nacht hinein.

Grillen

Die Feldgrillen lieben warme, sonnige und trockene Wiesen. Diese Nymphe besuchte uns im Badezimmer, eine andere kletterte die Hauswand hoch.

Junge Nymphen leben unter Steinen, in Erdhöhlen oder in anderen Verstecken.

Im Herbst graben sie sich ein und überwintern. Im April häuten sie sich dann zum letzten Mal und schlüpfen als erwachsene Grillen.

Kurzfühlerschrecken

Rote Keulenschrecke, Männchen

Bei den Kurzfühler­schrecken-Arten, welche in unserem Garten vorkommen, singen die Weibchen und die Männchen - im Duett. Dabei reiben sie die Hinterbeine an ihren Flügeln. Ihre Gehörorgane finden sich am ersten Hinterleibssegment.

In der Wiese rund um unseren Gemüsegarten singen, hüpfen und laufen viele Rote Keulenschrecken, Grüne Grashüpfer und neu nun auch einige Feldgrillen.

Begleitpflanzung: Verschiedene spätblühende Züchtungen und einheimische Pflanzen

Späte Blüten

Wildpflanzen blühen in der Regel nicht bis in den späten Herbst hinein, denn sie müssen noch Samen bilden. Deshalb wachsen bei uns in der Begleitpflanzung zur Rosenhecke auch einige spätblühende Züchtungen wie Lavendel, Aster x frikartii, Salvia nemorosa 'Mainacht', Blumen-Oregano, Rose de Resht und eine blaue Katzenminze.

Späte Wildbienen

Seidenbiene, Männchen

Anfangs Oktober sind an den Blüten fast nur noch Honigbienen, Hummeln und Fliegen.

Doch, da waren plötzlich am Rosmarin­weidenröschen einige ziemlich grosse Wildbienen-Schönheiten.

Es waren Seidenbienen-Männchen! Um welche Art es sich handelt, kann man leider anhand von Fotos nicht bestimmen . Vielleicht eine Efeu-Seidenbiene, in der Nachbarschaft blüht nämlich der Efeu?

Ende September- die Wildblumen in den Töpfen sind immer noch dekorativ

Libellen am Teich

Blaugrüne Mosaikjungsfer im Flug

Libellen kennen keine Flugscham - sie fliegen ausdauernd und erst noch äusserst kunstvoll!

Ihr Energiebedarf ist seit Jahrmillionen in den Kreislauf eingebettet. Wir können nur staunen!

Immer noch sind die Heidelibellen zu zweit unterwegs, die Weibchen legen überall wo's passt Eier ins Wasser. So sind ihre Larven während des Winters vor Kälte geschützt.

Feierabend am Gartenteich

Immer noch gibt es sehr warme Tage. Ein Genuss, nachmittags am Weiher zu sitzen und in die Sonne zu blinzeln!

10. August 2019

Schlehen-Federgeistchen (Pterophorus pentadactyla); Larven an Winden
Fliege mit braunem Hinterteil und  braunschwarz gestreifter Brust
Raupenfliege (Gymnosoma rotundatum)

Ein langer, heisser und trockener Sommer geht langsam zu Ende. Er brachte eine unglaubliche Blütenpracht und viele verschiedene Insekten in unseren Garten.

Nicht wahr, hübsch ist sie, die Raupenfliege, die nicht einmal einen deutschen Namen hat. Diese Raupenfliegen entwickeln sich parasitisch in verschiedenen Baumwanzenarten.

Raupenfliegen sind jeweils auf nur wenige Wirtsarten oder gar auf eine einzige Art spezialisiert, in der Landwirtschaft sind sie deshalb bei der biologischen Schädlingsbekämpfung von großer Bedeutung.

Blattläuse

Blattläuse sind wichtig - sie sind Futter für viele andere Tiere. In einem Wildpflanzengarten richten Blattläuse in der Regel keine Schäden an.

Sperling fliegt weg von der Rosa damascena
Haussperling-Weibchen fliegt nach der Blattlausmalzeit weg

Alle Singvögel ziehen ihre Jungen mit Insekten auf, auch die Körnerfresser. Vögel haben genau dann ihre Jungen, wenn es am meisten Blattläuse hat.

Blaumeisen, Kohlmeisen, Hausrotschwanz, Mönchsgrasmücken und die vielen Spatzen suchen dann jeweils in unglaublichem Tempo unsere Rosenzweige nach Blattläusen ab und fliegen damit zu ihren Jungen.

Weissliche längliche Larve
Schwebfliegenlarve frisst Blattlaus

Blattläuse stechen mit ihrem Saugrüssel gezielt Leitbündel der Wirtspflanze an und saugen daraus Pflanzensaft.

Befallene Pflanzen locken darauf mit spezifischen Duftstoffen verschiedene Blattlausfeinde wie Marienkäfer, Schwebfliegen, Florfliegen etc. an.

Marienkäferpuppe, orangerot mit schwarzen Flecken
Marienkäfer, Puppe
roter Marienkäfer mit sieben schwarzen Punkten
Siebenpunkt-Marienkäfer

Marienkäfer und verschiedene Schwebfliegen legen ihre Eier in unmittelbare Nähe der Blattlauskolonien. Ihre Larven ernähren sich ausschliesslich von Blattläusen.

Die Hainschwebfliege z.B. legt mehrere Hundert Eier in die Nähe von Blattlauskolonien. Bis sich diese Larven verpuppen, verspeist jede innerhalb von nur zehn Tagen mehrere hundert Blattläuse!

Wasserdost, Baldrian, Brustwurz, Weidenröschen
Hochstaudenflur - ein vielfältiger Lebensraum

Blumenwiese

Am 2. Mai hatten wir unsere Blumenwiese gesät. Zwei Monate später war doch schon recht viel gewachsen, der Bewuchs hatte jedoch noch Lücken.

Lückiger Bewuchs einer Wiese
Die Blumenwiese zwei Monate nach der Ansaat
Mähen der Wiese mit der Sense
11. Juli: Erster Säuberungsschnitt

Säuberungsschnitte

Damit wieder genügend Licht für die Keimung weiterer Pflanzen auf den Boden fallen kann, wird die Wiese geschnitten und das Gras abgeführt.

Auch Hühnerhirse, die in unserem Gemüsegarten ihr Unwesen treibt, ist gewachsen - diese habe ich sorgfältig gejätet.

Der nächste Aufwuchs, siehe unteres Bild, ist bedeutend dichter. Es blühen vor allem Margeriten und Wiesen-Ferkelkraut, sowie Mohn und Mottenkönigskerze aus der Samenbank des Gemüsegartens.

Am 3. August hat mein Mann die Wiese zum zweiten Mal gemäht.

Wiese mit gelben und weissen Blumen
3. August: Zweiter, bedeutend dichterer Aufwuchs vor dem 2. Säuberungsschnitt
Schwarzer Käfer an Johannisbeeren
Moschusbock (Männchen) als Erntehelfer

Gartenbewohner

Da staunte ich nicht schlecht, als ich beim Johannisbeeren pflücken diesen grossen grünlich schimmernden Moschus­bock mit seinen langen Fühlern antraf. Auch er liebt offensichtlich Johannisbeeren - und saugt sie aus.

Die Larven des Moschusbock entwickeln sich während 2-3 Jahren in alten Weichhölzern, wie Weiden, Pappeln oder Erlen. Weil die Lebensräume dieser Bäume immer seltener werden, ist auch der Bestand des Moschusbocks stark zurückgegangen.

Herzlich willkommen in unserem Garten!

Bernsteinschnecken

Bernsteinschnecken sind kleine Schnecken. Ich habe sie am Teichrand auf Wasserpflanzen gefunden, es sind Landschnecken.

Bei der Schnecke links sieht man, dass das Gehäuse durchsichtig ist.

Bernsteinschnecken fressen Pflanzen, frische und vermodernde. Sie sind sehr empfindlich gegen Austrocknung.

Kleine Schnecke auf Wasserpflanze
Bernsteinschnecke
Schwarz-gelb gestreifte Fliege auf Blütendolde
Gelbband-Waffenfliege

Fliegen

Die Dolden unserer Wilden Möhren sind voller Leben: Ein emsiges Fliegen und Landen verschiedener Fliegen, Wespen, Käfer und Mücken.

Eine Fliege viel sofort auf: grösser als die meisten andern und breit schwarz-gelb gestreift - eine Gelbband-Waffenfliege. Ihre Larven leben in flachen Gewässern, die Fliege selbst lebt in Feuchtwiesen.

Bremer Stadt­musikanten?

Unten zwei Gemeine Breitstirn­blasenkopffliegen ♀ und ♂ und oben ein Männchen der Hellen Stieldickkopffliege.

Amphibien

Wie immer um diese Jahreszeit, habe ich Glockenblumen, Thymian und Lavendel in der Rosenrabatte zurückgeschnitten, in der Hoffnung, dass alle drei noch einmal blühen.

Doch, da... im Blumendickicht läuft etwas weg - es ist eine Erdkröte!

Eine hübsche Vorstellung: Rosenbeet mit Erdkröte. So lege ich die Schere weg und überlasse ihr das restliche Dickicht als Lebensraum. Letzthin hat sie uns auf dem ersten Absatz unserer Haustreppe mit grosser Ruhe und Selbstverständlichkeit empfangen - sie wohnt also auch hier.

Gelbe und violette Blüten
Beim Kompostplatz - versamtes Leinkraut, Wilde Malve, Wilde Möhren, div. Samenstände

Blindschleichen

In unserem Kompost leben Blindschleichen - grosse erwachsene und kleine junge.

Sie leben unter der Deckschicht auf der Rotteschicht und haben es dort schön warm. Sie jagen Insekten, Spinnen, Schnecken und Regenwürmer.

Brauchen wir Kompost, müssen wir sehr vorsichtig sein: Kaum ist die oberste Schicht abgedeckt, liegen da kleine und grosse Blindschleichen und verschwinden diskret wieder im Haufen.

Als Schutz vor den vielen Katzen decken wir unsere Komposthaufen z.T. mit einem Kompostvlies ab.

Blaue Astern
Kalkastern und Blutroter Storchschnabel im Kiesbeet

5. Juni 2019

Garten-Bänderschnecke liebt's feucht
Aurorafalter, Weibchen

Ja, ja, Jäger und Sammler - auch ich! Obwohl ich immer behauptet hatte, mir fehle die Begabung dazu!

So habe ich dieses Jahr, verteilt an vielen Standorten, Knoblauchsrauke im Garten stehen lassen, in der Hoffnung, auch noch ein Auroraweibchen fotografieren zu können.

Richtig, das alles wegen des schönen Brokatmusters auf seinen Hinterflügeln!

Knoblauchsrauke, Raupenfutterpflanze des Aurorafalters

Kreuzblütler, wie Wiesenschaumkraut und Knoblauchsrauke, aber auch Silberblatt und Nachtviole sind die Raupenfutterpflanzen des Aurorafalters.

Aurorafalter-Ei: 1 mm
Kleine Aurorafalter-Raupe

Auch beim Eierlegen habe ich das Falterweibchen beobachten können!

Die Eier sind leuchtend orange. Meistens legen die Weibchen nur ein Ei pro Pflanze.

Nebenan ist bereits eine kleine Raupe am Fressen.

SRF: Mission B

Haben Sie die Sendereihe ebenfalls entdeckt?

Blumentöpfe mit einheimischen Pflanzen beim Hauseingang

Jeder Quadratmeter zählt

Für mehr Biodiversität: Bei «Mission B» kann jede und jeder mitmachen.

Blumenwiese, vor drei Jahren eingesät

SRF: "Habt ihr neuen Raum für die Natur geschaffen, heimische Wildblumen gesät, einen Asthaufen liegengelassen, Steine aufgetürmt oder gar einen Teich realisiert? Dann tragt hier die Anzahl Quadratmeter eurer neu geschaffenen Naturfläche ein und verfolgt mit, wie überall in der Schweiz neue Lebensräume für einheimische Pflanzen und Tiere entstehen."

Wir säen eine kleine Blumenwiese

Wir haben letzten Herbst beschlossen, den Gemüsegarten nochmals zu verkleinern und eine Blumenwiese einzusäen.

So haben wir, noch im Herbst, 10 x 2 m Garten mit der Bodenhacke bearbeitet, und den Bewuchs herausgelesen.

Diesen Frühling haben wir den Boden nochmals oberflächlich (max. 3 cm tief) durchgearbeitet und das Unkraut herausgelesen. Am 2. Mai, als der Boden etwas wärmer war, haben wir angesät.

Bei uns hat sich die Wildblumenwiese von Fenaco (UFA Wildblumenwiese
Original CH-i-G) bewährt.

Es wird in zwei Arbeitsgängen gesät, einmal längs und einmal quer.

Samen anklopfen

Der Wildblumensamen wird nicht eingerecht, sondern nur angeklopft.

Die Spatzen haben sich sofort über die Samen hergemacht, deshalb und wegen der vielen Katzen, das Vogelschutznetz.

Wir hatten Glück: Nach längerer Trockenheit hat es an den nächsten Tagen geregnet. Wir sind sehr gespannt, was wachsen wird.

Frühere Einsaaten beim Gemüsegarten, verschiedenen Mischungen und Anpflanzungen
Die Wiese wächst!

Der neue Bewuchs erscheint recht dicht. Ein Teil davon werden wohl einjährige Unkräuter sein.

Sobald der neue Aufwuchs so dicht ist, dass kein Licht mehr auf den Boden fällt, erfolgt ein sogenannter Säuberungsschnitt.

Wir freuen uns auf das neue Wiesenstück!

Hecke mit einheimischen Sträuchern und blühenden einheimischen Wildstauden

Letzten Dezember haben wir hier eine Hecke mit einheimischen Sträuchern gepflanzt. Sie ist unterdessen gut angewachsen.

Einzig der Rote Holunder hat recht früh ausgetrieben und ist dann bei einem späten starken Frost erfroren. Nun haben wir ihn durch einem Roten Holunder im Topf ersetzt.

Plattbauchlibelle an Sibirischer Schwertlilie

Übrigens: Mit dem Krötenlaich hat's doch noch geklappt. Plötzlich hingen Laichschnüre am Kleinen Rohrkolben! Einen ganzen Monat später, als letztes Jahr!

Unser Gartenteich am 31. Mai 2019

Und wieder schwimmen, nebst vielen Bergmolchen, Libellen- und anderen Insektenlarven sowie Wasserschnecken, kleine Erdkröten-Kaulquappen im Teich.

10. April 2019

Erdkröten-Weibchen

 

Zweifarbige Sandbiene an Schlüsselblume

Es ist Frühling! Und alle sind sie wieder da: Die ersten Blüten, die ersten Wild­bienen, die ersten Schmetterlinge....

Die frisch geschlüpften Wildbienen haben jetzt einen wunderhübschen Pelz. Bei der Biene rechts sieht man sogar den Blütenstaub im Kopfhaar. Sie wird ihn zu weiteren Schlüsselblumen tragen, dort Nektar trinken, dabei Pollen abstreifen - und schon ist die Blüte befruchtet.

Erste Blüten

Der Huflattich hat sich in der Sumpfzone niedergelassen. Ich werde ihn im Auge behalten!

Frühe Blüten sind sehr gefragt: Wildbienenmännchen umkreisen in rasantem Flug erste Blütenbestände. Dabei setzen sie Duftmarken für ihre 1-2 Wochen später erscheinenden Weibchen.

So müssen diese nicht lange nach ergiebigen Futterquellen suchen - und obendrein finden die Männchen ihre Weibchen auf ebendiesen Blüten!

Küchenschellen und Traubenhyazinthen - Frühblüher in der Kiesrabatte

Da erste Blüten rar sind, lassen wir im Gemüsegarten die ersten Unkräuter noch etwas blühen. Die Beete werden ohnehin vor dem Anpflanzen und den Sommer hindurch bearbeitet.

Blühende Ackertaubnesseln sind übrigens bei Insekten sehr beliebt!

Ackertaubnesseln im Gemüsegarten

Wildbienen

Bei den frühen Wildbienen hat die Saison bereits begonnen. Sie bauen Nester und legen Brutzellen an.

09.04.2019 Mehrere Eingänge zu Frühlings-Pelzbienen-Nestern

Hier an der Südwestwand, unter dem Vordach, haben einige Frühlingspelzbienen-Weibchen Gänge zu ihren Brutzellen in die sandige Erde gegraben.

Unermüdlich schieben sie das Sand-Erde Gemisch hinter sich.

Der Nesteingang wird geglättet und mit einem Drüsensekret ausgekleidet

Oft liegen 2-3 sich verzweigende Gänge hinter dem Nesteingang.

Die gemörtelten Brutzellen mit dem Futtervorrat und je einem Ei liegen meist nur 3-5 cm unter der Erdoberfläche. Sie sind innen mit einer wachsartigen Beschichtung ausgekleidet.

Besichtigungstermin heute?
Trauerbiene: Kuckucksbiene der
Frühlingspelzbiene

Kuckucksbienen

Kuckucksbienen legen ihre Eier in fremde Nester. So legt die Trauerbiene ihre Eier in fertige Frühlings-Pelzbienennester; anstelle einer Pelzbiene schlüpft im nächsten Frühling eine Trauerbiene aus dem Pelzbienen-Nest.

Auf diese Weise sind die Bestände beider Bienenarten miteinander verknüpft - gibt es viele Pelz­bienen­nester, so gibt es auch mehr Trauer­bienen und umgekehrt.

Gundelrebe oder Gundermann - hübsch, nicht wahr?
Männchen der Gehörnten Mauerbiene:
Abend-Sonnenbad am Fachwerkbalken

Hummeln

Hummeln können ihre Körper­temperatur regeln. Sie fliegen deshalb bereits bei kühleren Temperaturen.

Die ersten Hummeln sind alles befruchtete Königinnen. Sie suchen ein Versteck für ihr Nest (im Boden, im Gebäude etc.), sammeln Pollen und Nektar und legen die ersten Eier in Brutzellen aus Wachs.

Anschliessend bebrüten sie die Eier und versorgen dann die geschlüpften Larven.

Ackerhummelkönigin auf Ackertaubnessel

Nach einer Woche verpuppen sich die madenförmigen Hummellarven.

Nach 7-10 Tagen Puppenruhe schlüpfen die jungen Hummeln. Sie übernehmen alle Arbeiten im Nest, ihre Mutter, die Königin, besorgt nur noch die Eiablage.

Vögel

Distelfink

24. Februar 2019: welch ein Geschwätz in unserer Multiflora-Rose! Die ersten Stare sind zurück! Sie sitzen gut geschützt im grossen Rosenstrauch.

27.03. 2019: Hohes, helles, fröhliches Gezwitscher aus dem Holunderstrauch, die Distelfinke oder Stieglitze sind zurück! Sie sind Stammgäste am Teich.

Die Multiflora-Rose ist plötzlich voller Stare

9. April 2019: Soeben habe ich die ersten Rauchschwalben gesehen, sie jagen wie jedes Jahr über unserem Gemüsegarten nach Insekten.

Sind es dieselben Vögel, wie letztes Jahr? Nisten sie wieder im Kuhstall unseres Nachbarn?

Amphibien

31. März 2019: Ein, zwei Erdkrötenweibchen sitzen zwischen den dürren Stängeln des kleinen Rohrkolbens im Teich! Werden wir wieder, wie letztes Jahr, die vielen, vielen Erdkröten-Kaulquappen heranwachsen sehen? Wir freuen uns sehr!

Erdkrötenweibchen im Gartenteich in der Abendsonne

Eine Woche später: Leider, leider sind die beiden Erdkrötenweibchen allein geblieben, es haben sich keine Männchen eingefunden.

Sehr wahrscheinlich sind sie weitergewandert. Schade!

Abendstimmung am Teich

10. Februar 2019

Neuschnee am 4. Februar 2019

 

Januar und Februar waren bis jetzt wunderschön, immer wieder  Schnee und immer wieder Sonne. Alles funkelte und glitzerte, eine wunderschöne Eiswüste.

Unter der weissen Pracht geht das Leben jedoch weiter. Dank unendlich vieler Tricks und ausgeklügelter Vorsorgesysteme überleben Pflanzen und Tiere diese lebensfeindliche Zeit.

Viel Schnee auf: Rosenbogen, Teichrand, Wildsträucherhecke und Bäumen der Nachbarn
Diptam: Leere Samenkapseln

SRF: Mission B – für mehr Biodiversität

Schweizer Radio und Fernsehen SRF wollen, zusammen mit weiteren Organisationen, die Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren fördern.

Sie werden während der nächsten 1 ½ Jahre vermehrt über Projekte berichten, welche die Biodiversität fördern.

«Wir wollen die Leute aufrufen, Natur- und Biodiversitätsflächen zu schaffen. Landesweit sollen Millionen zusätzlicher Quadratmeter für Pflanzen, Insekten, Vögel und andere Tiere entstehen.»

«Wir wollen damit den Leuten die Schönheit der kleinen Dinge im Garten näher bringen,» so die Projektverantwortliche Isabelle Sedivy.

Bibernellrose mit schwarzen Hagebutten

«Der Aktionsraum dafür ist gross: Ein Hobbygärtner beispielsweise kann auf der Terrasse oder in seinem Garten eine solche grüne Insel schaffen.»

«Den Erfolg unserer Aktion werden wir an den gewonnenen Biodiversitätsflächen messen können», so Isabelle Sedivy.

Start der «Mission B – für mehr Biodiversität», Frühjahr 2019

Winter im Rosengarten (04.02.2019)

Onlineplattform Floretia

Auf www.floretia.ch entsteht auf Ende März 2019 eine Onlineplattform, welche gratis für jeden Ort in der Schweiz standortgerechte, heimische Gartenpflanzen vorschlagen kann.

Daniel Ballmer, Projektleiter:
«Wir möchten, dass alle Gärtnerinnen und Gärtner in der Schweiz ihren Garten naturnah bepflanzen können – unabhängig von ihrer Artenkenntnis. Dazu möchten wir eine Onlineplattform programmieren, die für jeden Wunsch einige passende, ökologisch wertvolle Bepflanzungsvorschläge zusammenstellt und die Pflegetipps gleich mitliefert.»

«Eine naturnahe Bepflanzung soll zur einfachsten Lösung für jeden Garten werden. Nur so können wir das Artensterben im Siedlungsraum aufhalten».

Schnee und Raureif auf Lärchen und Rosen (07.02.2019)
Gemeines Pfaffenhütchen

Neue Hecke

Noch vor Wintereinbruch haben wir beim Gemüsegarten eine neue Wildsträucher-Hecke gepflanzt.

Es sind eher kleinwüchsige Sträucher - wir hoffen nun, dass sie genügend Platz haben und ihr Wuchs schön zur Geltung kommt.

Auch freuen wir uns auf ihre Blüten und ihre Früchte.

Mehr finden Sie unter:

Wildsträucher-Hecke/Hecke pflanzen

Neue Hecke vorne links - rechts Standort des zukünftigen Blühstreifens

Neuer Blühstreifen

Wir haben unseren Gemüsegarten etwas verkleinert und werden nun an dieser Stelle ein Stück Blumenwiese ansäen.

Letzten Herbst haben wir die Erde umgegraben und die Wurzelunkräuter herausgelesen. Den Winter über ruht nun der Boden.

Mitte April werden wir nochmals oberflächlich (3 cm tief) bearbeiten und alle wieder gewachsenen Pflanzen herauslesen.

Dann werden wir Blumenwiesensamen aus dem Fachhandel aussäen.

Ich werde das Ganze fotografieren und laufend berichten. Ich bin gespannt! Blühen wird der Wiesenstreifen dieses Jahr noch nicht, denn die Pflanzen sind mehrjährig und blühen erst nächstes Jahr.
Genaueres erfahren Sie unter: Aussaat und Pflege von Blumenwiesen, sowie

Ansaat und Pflege einer Blumenwiese (Dez 2015): Video von Vogelwarte Sempach und FiBL über Ansaat und Pflege einer Blumenwiese - Schritt für Schritt.

Rosa glauca, Bereifte Rose oder Hechtrose (04.02.2019)

 

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