Naturgarten

25. November 2020

Spinnenfäden mit Wassertropfen
Spinnennetz mit Wassertropfen (08.11.2020)

Nach einem un­glaub­lich sonnigen, warmen und nicht allzu trockenen Sommer laufen jetzt überall die letzten Vorbe­reitungen für den Winter.

Alle - Pflanzen, Tiere und Menschen - haben ihre Strategien, wie sie dem kalten Winter trotzen.

Wir Menschen heizen unsere Wohnräume und leben von eingelagerten oder importierten Lebensmitteln.

Bepflanzung zum Teil noch grün, andere dürr
Kiesrabatte vor dem Haus am 17.11.2020, noch vor dem ersten starken Frost

Die Pflanzen können, bei Kälte und nur wenig Licht, nicht mehr genügend Zucker produzieren, deshalb lassen sie ihre Blätter fallen oder es verdorrt sogar die ganze Pflanze. Im nächsten Frühling spriessen dann ihre Nachkommen aus den überwinterten Samen.

Viele Tiere ziehen im Winter kurzerhand in den Süden - mittels Inter­kontinental­flügen, sozusagen!

Zum Beispiel fliegt ein grosser Teil der Hain­schweb­fliegen im Herbst in die Mittelmeerregion, wo sie sich vermehren. Die neue Generation fliegt, ähnlich wie die Zugvögel, im Frühling wieder zurück.

Der andere Teil überwintert hier im schützenden Laub und besucht nächsten Frühling unsere Frühblüher.

Strassenrand mit dürren Samenständen
Samenstände von Königskerzen, Golddisteln, Rosmarin-Weidenröschen, Glockenblumen, Dost und Wilden Möhren etc. (15.11.2020)

Letzte Blüten und Insekten

Immer noch blühender Thymian
Thymian im Kies am Strassenrand (17.11.2020)

Immer noch blühen einzelne Pflanzen. Nach der ersten Blüte habe ich sie zurück­geschnitten, jetzt blühen sie wieder. Honigbienen, Hummeln, Schwebfliegen und einige Falter ernten hier nochmals Nektar und Pollen.

Rundblättrige Glockenblume - Blüten und Samenstände
Rundblättrige Glockenblumen(15.11.)
Blümentöpfe mit bereits dürren Wildpflanzen
Sie haben bereits eingewintert: Topfpflanzen am 17. November 2020

Vögel

Kleiber: Graue Oberseite und hellorangrotem Bauch, schwarzer Strich durchs Auge
Kleiber am Holunder (24.11.2020)

Jetzt, da die Sträucher ohne Blätter sind, kann man die Vögel in den Sträuchern wieder besser sehen.

Der Kleiber suchte heute Morgen unter den Flechten des Holunders wahrscheinlich kleine Insekten und -Larven. Kleiber bleiben im Winter hier.

Vögel, welche jetzt noch hier sind, ernähren sich vorwiegend von Samen. Aber immer wieder sehe ich auch Meisen (dieses Jahr leider nur wenige!), welche die Rosenzweige und die Scheunenwände nach eingewinterten Insekten absuchen.

Drei Distelfinken an Wegwarte
Immer wieder frische, reife Samen an der Wegwarte! (11.11.2020)
Waldkauz in der Abendsonne
Waldkauz im Kamin (18.11.2020)

Er ist seit einigen Tagen wieder hier, der hübsche Waldkauz. Er schläft tagsüber im verlassenen Schulhaus­kamin nebenan.

In der Schweiz leben etwa 6'000-8'000 Waldkauz-Brutpaare.

Waldkäuze leben im Kulturland, im Wald und auch in Siedlungen.

Tagsüber schlafen sie in hohlen Bäumen, alten Scheunen und in verlassenen Kaminen, nachts jagen sie Kleinsäuger und Vögel.

Hohe Stauden, rechts unten Wiese
Hochstaudenflur am 15. 11. 2020, die Samenstände bleiben stehen

Falter

Jedes Jahr überwintert ein Tagpfauenauge an der Decke unseres Futtertenns. Ist es Zufall, dass über all die Jahre hinweg immer nur ein einzelner Falter in diesem Raum überwintert?

Sie können recht hartnäckig ihren Platz einfordern: Einer liess sich einmal im Herbst an einem Fensterrahmen nieder - weil er dort störte, schickten wir ihn weg. Am nächsten Abend war er wieder da, ebenso am dritten Abend. Erst am vierten Abend blieb er weg! Zufall?

Gartenteich mit Hecke in Herbstfärbung
Goldene Herbstfarben am Gartenteich am 13.11.2020

Köcherfliegen

Schwarze Köcherfliege mit hellen Flecken
Grosse Köcherfliege auf dem Spültrog
Flugzeit Juni, Juli und August (Bild: 07.08.2018)

Nach der ersten kalten Nacht lag auf dem Teich eine feine Eisschicht, das Wasser darunter war glasklar. Auf dem Teichgrund spazierten etwa 7cm lange, farbige Röhrchen umher. Sie waren offensichtlich aus Pflanzenteilen gewickelt, vorne sah man Kopf und Beine eines Tieres.

Es sind Köcherfliegenlarven, sie spinnen ihre Köcher spiralig aus Spinnfäden und zugeschnittenen 8-10mm langen Pflanzenteilen - jeder Köcher sieht anders aus. Individuelle Kleidung für jedermann!

Köcherfliegenlarven häuten sich bis zu ihrer Verpuppung im nächsten Sommer fünf Mal. Zum Schlupf kriechen oder schwimmen sie zum Ufer und schlüpfen innerhalb von drei oder vier Minuten.

Köcherfliegen mit braun-roten Köchern
Köcher spiralig aus kl. Pflanzenteilen gewickelt (22.11.2020)

Köcherfliegen haben behaarte Flügel, keine Schuppen. Sie bleiben meist in der Nähe des Gewässers, tagsüber verstecken sie sich in der Ufervegetation und nachts fliegen sie oft in grossen Schwärmen über dem Wasser.

Dabei paaren sie sich, anschliessend legen die Weibchen die Eier ins Wasser.

Die Fluginsekten selbst leben nach dem Schlupf noch etwa während vier Wochen.

Gartenteich und Sitzplatz in der Abendsonne
Letzte Tage für eine entspannte Ruhepause am Teich (13.11.2020)
Zwei Wochen später wird es offensichtlich Winter (28.11.2020)

20. September 2020

28.08.2020: Bergastern blühen noch im August und sind deshalb im Naturgarten sehr beliebt

 

Schwarze Bienen mit weisser Maske
Rainfarn-Maskenbienen auf Kamille

Ja, sie sehen richtig, hier tragen sogar die Bienen Masken!

Die Rainfarn-Masken­bienen sind 7 bis 9 mm klein, fliegen von Ende Mai bis Ende August, sie sind auf Korbblütler spezialisiert. Hier streiten sich wahrscheinlich zwei Herren.

Wir erleben dieses Jahr einen überaus sonnigen und warmen Herbst, ja regional sogar einen der wärmsten Augustmonate seit Messbeginn 1864.

Gelbe, knopfförmige Blüten
Rainfarn, eine sehr dekorative Blütenpflanze, bei vielen Bienen sehr beliebt (26.07.2020)
Lilablaue und weisse Blüten und Samenstände
Mitte August: Hochstaudenflur und Rosensträucher (18.08.2020)
Brauner Falter mit weisser Zeichnung
Schafgarben-Silbereule, Raupen
an verschiedenen krautigen Pflanzen

Nachtfalter

An den vielen heissen Spätsommerabenden mussten wir unser Haus kühlen - das heisst alle Fenster waren offen und die Zimmer zum Teil hell beleuchtet.

Und so kamen viele Nachtfalter zu Besuch - am Morgen waren sie dann jeweils wieder verschwunden.

Tagfalter, hingegen, kamen fast keine diesen Sommer. Erst jetzt besuchen einige Tagpfauenaugen die blauen Sommerastern. Überwintern sie auch dieses Jahr bei uns als Falter in der frostfreien Tenne?

Weisser Falter mit dunkelbraunen Flecken
Sturmvogel, Raupen an den
Blättern der Gewöhnlichen Waldrebe

Naturgartenpflege

Immer wieder hört man: Nicht aufräumen, einfach alles wachsen lassen! Das ist das Beste für die Natur. Und was passiert dann: Es wachsen die Stärksten, es wachsen Sträucher und schliesslich wachsen Bäume!

Gelbe Blüte auf dem Wasser
Auch auf dem Teich hat's Blumen - Seekannen (11.09.2020)

Kleine Gärten sind kein Urwald, sondern ein Abbild des Kulturlands mit seiner vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt, wie es hier über Jahrhunderte bis vor 50 Jahren üblich war.

üppige Teichrandbepflanzung
Üppiger Pflanzensaum aus Trockenspezialisten am Teichrand (11.07.2020)

Jäten rund um den Teich nach der ersten Blüte

Resede und Wegwarte haben sich fröhlich vermehrt, sie werden nun so zurückgenommen, dass sie die Sumpfpflanzen, welche innerhalb der Folie wachsen, nicht mehr bedrängen können.

Ausgelichtete Bepflanzung
Ausgelichteter Teichrand, die Sumpfpflanzen haben wieder genügend Platz (17.08.2020)

Einen Teil der Blütenpflanzen lasse ich jedoch für die Bienen (z.B. Resede-Maskenbienen) und die Vögel stehen.

Aufräumen mit Augenmass, so heisst die Devise im Naturgarten. Das ist auch für die Gärtnerin und den Gärtner eine spannende Sache!

Spätsommer am Teich

Grünschwarze Libelle beim Eierlegen
Blaugrüne-Mosaikjungfer legt am Teichrand Eier (02.09.2020)

Die Erdkrötchen sind ausgezogen, ein Grasfrosch hüpft abends hie und da ins Wasser, viele Libellen kommen immer noch zum Eierlegen. Bergmolchlarven haben immer noch grosse Kiemenbüschel, sie schwimmen im dichten Wasserschlauch umher...

Seltener Gast

Geschwänzter Blasenstrauch-Bläuling

Der Geschwänzte Blasenstrauch-Bläuling heisst auch Wanderbläuling, er besiedelt vor allem Mittelmeerländer mit frostfreien Wintern.

Ausnahnsweise fliegt er bis zu uns. Hübsch, nicht wahr?

Seine Eier legt er vor allem an den Blasenstrauch und die findet er in Naturgärten!

Ich habe ihn am 4. Oktober 2020 auf unserem blühenden Broccoli beim Nektartrinken fotografiert.

Teich mit Sträuchern und Brustwurz
Die Bepflanzung am Gartenteich ist immer noch üppig (03.09.2020)

Kompostbewohner

Ameisen mit vielen weissen Puppen
Unter dem Kompostvlies:
Ameisen und ihre Puppen (11.08.2020)

In unserem Gemüse­garten ist guter Kompost sehr begehrt. Er liefert den Dünger und wunderbar humose Erde.

Der Wiesen­schnitt, der Rückschnitt der Rabatten, Küchenabfälle und der gehechselte Sträucherschnitt - alles das kommt auf den Komposthaufen. Und der wird je nach Trockenheit, mit einem Vlies zugedeckt.

Nun habe ich die oberste, trockene Schicht abgenommen und den darunterliegenden Komposthaufen fotografiert.

weisse Pilzfäden
Feine Pilzfäden (Myzelien) durchwachsen das kompostierte Material (15.08.2020)
Pilzkörper im Kompost (15.08.2020)

Als Erstes sehen wir Pilze, diese können schwierig zu knackende organische Verbindungen lösen.

Zu einem Pilz gehört sowohl das Myzel, das sind die feinen Fäden im Boden, als auch die bekannten Fruchtkörper auf der Erdoberfläche.

Pilze leben oft in Symbiose mit Pflanzen, sie erschliessen für diese mit ihren feinsten Wurzeln Nährstoffe und Wasser und erhalten dafür im Gegenzug Kohlenhydrate.

Erwachsene und junge Asseln
Asseln verschwinden möglichst schnell wieder ins Dunkel (15.08.2020)

Mauerasseln werden zu den Krebstieren gezählt. Sie leben an dunklen, feuchten Orten und ernähren sich von abgestorbenem organischen Material.

Ihre Eier reifen in einem mit Wasser gefüllten Brutbeutel an der Unterseite des Weibchens.

Der ganze Komposthaufen wird in ganz vielen Schritten, durch ganz viele Tiere, Bakterien und Pilze allmählich zu Humus abgebaut.

Leben unter Steinen und Hölzern

Sackspinne (ev. frisch gehäutet) vor ihrem Gespinstsack, unter einem Stein (27.09.2020)

Sackspinnen sind nachtaktiv, sie jagen ihre Beute frei, d.h. ohne Spinnennetz und ziehen sich tagsüber in ihren Gespinstsack zurück.

Wegwespen Weibchen jagt eine Spinne

Das Wegwespen-Weibchen nebenan hat eine Spinne gefangen, es lähmt diese und bringt sie dann als Nahrungsvorrat für ihre Larve ins Nest. Anschliessend verschliesst es das Nest.

Die Larve des Gelben Schneckenhauskäfers klettert jeweils auf das Häuschen einer kleinen Schnecke, beisst diese, spritzt wahrscheinlich Gift ein und frisst die Schnecke. Anschliessend wohnt die Larve bis zur nächsten Häutung oder bis zu ihrer Verpuppung im Schneckenhäuschen.

Tausenfüsser (09.10.2020)

Viele hübsche Tiere leben im Dunkeln unter Steinen, unter totem Holz, unter Laub und in anderen Verstecken.

Schliessmundschnecke: 16-18 mm

Schliessmundschnecken können das Gehäuse mit einen beweglichen Deckel verschließen. Bei uns leben sie auf der Unterseite der Hölzer des Totholzhaufens.

Viele rote Hagebutten beim Garten
Die Hagebutten der Bereiften Rose (Rosa glauca) sind jetzt leuchtend rot (04.09.2020)
Rosenbogen mit Feldrosen-Hagebutten
Rosenbogen mit der Feld-Rose (Rosa arvensis) (17.09.2020)

Es ist Herbst, es hat kaum mehr Blüten, dafür hängen die Pflanzen voller Früchte.

20. Juli 2020

Schwalbenschwanz an Leinkraut
Schwalbenschwanz an Echtem Leinkraut
Eichelhäher im Gewöhnlichen Schneeball mit roten Beeren
Rispengraszünsler 18-24 mm, nachtaktiv,
Juni bis August, Raupen an Rispengraswurzeln

Ein recht sonniger und angenehm warmer Sommer lässt die Trockenheit vom Frühling vergessen.

Es blüht der ganze Garten – wir geniessen es sehr. Und es summt und brummt – Hummeln noch und noch! Ein Hummelvolk hat ihr Nest sogar in die Strohlehm-Wickel unterm Hausdach gebaut.

Und ja, Siebenschläfer wohnen ebenfalls unter unserem Dach und unterhalten uns nachts!

Unsere Blumenwiese

Trockene, hohe Grashalme
Blumenwiese, 2. Jahr (5. Juli 2020) - Samen der Mottenkönigskerzen waren bereits im Boden

Sie sehen es, wir haben es nicht geschafft, die Blumenwiese rechtzeitig zu mähen. Sie war zu schön!

Aber nun ist sie gemäht und das Schnittgut blieb drei Tage zum Aussamen liegen.

Gelbe Mottenkönigskerze und blaue Ackerglockenblumen
Mottenkönigskerze und Ackerglockenblumen

Im Gemüsegarten

Auch hier im Gemüsegarten blüht es üppig, Wildblumen noch und noch. Vielleicht freuen sich auch Salatköpfe, Bohnen und Co. über die buntfarbene und fein duftende Nachbarschaft.

Jedenfalls kommen viele Besucher: Honigbienen, Wildbienen, viele Hummeln, Käfer und Schwebfliegen. Wir vermissen jedoch die vielen Schmetterlinge der vergangenen Jahre.

Hellbraune Heuschrecke
Rote Keulenschrecke (Nymphe) 15.07.2020

"Darf ich vorstellen? Meine Nachbarin heisst “Gemeiner Grashüpfer” und ich bin zwar momentan noch eine Nymphe, aber bald werde ich zur ausgewachsenen “Roten Keulenschrecke”. Wir beide wohnen in der Wiese nebenan."

Unser Garten im Fernsehen

Der Regionalsender TELE TOP zeigte in der Woche vom 8. bis am 12. Juni 2020 in der Sendereihe Top Fokus die Vielfältigkeit der Gärten. Das Portrait unseres Gartens erschien am Donnerstag, den 11. Juni 2020.

TOP ONLINE: Portrait unseres Gartens (von Colin Oberhänsli)

Ochsenauge, Ackerglockenblumen, Rainfarn und Schweizeralant
Blühstreifen zwischen Kartoffeln und Stangenbohnen (14.07.2020)

Blumen für die Tierwelt

Man hört es, man sieht es, man liest es: Es fehlen die Wildblumen in der Landschaft.

Pflanzen stellen in ihren Blüten den lebenswichtigen Zucker für die Insekten her – Insekten sind eine äusserst wichtige Lebensgrundlage für die ganze Pflanzen- und Tierwelt.

Kiesrabatte mit Trockenmauer
Kiesweg und -rabatte vor dem Haus

Hier, vor dem Haus, blüht's seit dem frühen Frühling. Zuerst Elfen­krokus, Küchen­schelle, Kleine Trauben­hyazinthe, Akelei, Kartäuser­nelke und Blutroter Storchschnabel. Dann Resede, Niedliche Glockenblume, Rundblättrige Glockenblume, Lavendel, Thymian und andere mehr; vorn im Bild Kriechender Hauhechel und dahinter Lavendel. Bergaster und Rosmarinweidenröschen blühen dann bis in den Herbst hinein.

Quartierstrasse, mit Gartentreppe
Gartentreppe beim Hauseingang: Viele Glockenblumen und ein Rosmarin-Weidenröschen
Blumentöpfe am Treppenfuss
Wildblumen mit verschiedenen Blühzeiten in Töpfen und Pflasterfugen

Die Pflasterfugen zwischen alten Katzenköpfen (alte, halbierte und abgelaufene Kiesel) sind ein beliebter Lebensraum für viele Wildpflanzen. Viele von ihnen sind ausserordentlich trittfest!

Glockenblumen-Saum bei der Rosenrabatte
Blüten in violett, karmin- und rosarot, lila, hellblau, blassgelb und weiss

In der Rabatte vor den Alten Rosen blühen einige Gartenpflanzen: Lavendel, Katzenminze, Steppensalbei, Aster x frikardii etc. Sie alle sind gute Nektarquellen und ziehen Insekten magisch an.

Tierische Besucher

Die Rauchschwalben sind ausgeflogen und machen Halt auf unserem Scheunendach. Die Jungen üben, im Flug aus dem Teich Wasser zu trinken, dazwischen werden sie von den Alten gefüttert.

Falter am Badezimmerspiegel
Messingeule am Spiegel

Abends bei hellbeleuchteten Zimmern und offenen Fenstern kommen sie zu uns, die Nachtfalter.

Teich mit Blütensaum
Viele Wildblumen auch rund um den Teich, ausser- und innerhalb der Teichfolie

Erdkröten

Kaulquappe schwimmt neben einem Stein
Erdkröten-Kaulquappe - bereits mit vier Beinen, aber immer noch mit Schwanz (02.06.2020)

Gespannt warteten wir auf die vollständige Umwandlung (Metamorphose) der Krötchen. Aus den kiemenatmenden Larven werden dabei lungenatmende Amphibien. Der Schwanz bildet sich dabei zurück.

Wir bewegten uns rund um den Teich nur noch ganz vorsichtig - aus Angst, kleine Krötchen zu zertreten.

Da, am 13. Juni lief das erste Krötchen vor unseren Füssen weg.

dunkelbraunes Krötchen auf weissem Quarzkiesel
Krötchen läuft zurück ins Wasser

Frisch umgewandelte Krötchen sind kaum 1 cm lang, bei uns waren sie vor allem an regnerischen Abenden unterwegs.

Die kleinen Krötchen treten nun den langen Marsch, von einem bis sogar drei Kilometern, zum Sommerquartier im Wald an.

Erwachsene Erdkröten

In unserem Garten wohnte schon immer die eine oder andere Erdkröte.

Mir gefallen Erdkröten, es sind heimliche Gartenbewohner, mir gefällt ihre selbstverständliche, ruhige Art.

Bei Dunkelheit hört man auch hie und da das leise Ük-Ük eines Männchens.

Erdkröten jagen Regenwürmer, Tausendfüßer, Laufkäfer, Spinnen, Schnecken, Raupen und nachtaktive Insekten.

Erdkrötenweibchen läuft weg
Nein, fotografieren, das ist zu viel, da geht sie lieber in Deckung!

Die Erdkröte wird erst mit 3–5 Jahren ge­schlechtsreif, und die meisten Weibchen, die dieses Alter erreichen, suchen den Laichplatz nur einmal in ihrem Leben auf, die Männchen häufiger.

Wasser und Randbepflanzung
Sumpffarn und Binse - sowie Resede und Natternkopf
Mehlige Königskerze, Blutweiderich, Wegwarte am Teichrand
Ausserhalb der Folie ein üppiger Saum von Trockenspezialisten

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