Naturgarten

Naturgartenpflege im Juni

Im Juni steht unser Naturgarten in voller Blüte.

Die Rosen entfalten eine unglaub­liche Pracht und in den Wild­stauden­rabatten folgt eine Blütenwelle der andern.

Garten­arbeit gibt's im Juni nur wenig. Es bleibt Zeit, den Garten zu geniessen.

Viele Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und Schwebfliegen sammeln Pollen und Nektar.

Im Miniteich schwimmen junge Molche, erste Libellen sind bereits geschlüpft.

Thymian und Edelgamander
Nach den Kartäusernelken und Glockenblumen blühen Thymian und Edelgamander

Erster Rückschnitt verblühter Pflanzen

Einige Pflanzen, welche bereits im Mai oder Juni blühen, können, bevor sie ganz verblüht sind, zurückgeschnitten werden. Sie treiben nochmals aus und blühen ein zweites Mal.

Trotz des Rückschnitts können sich diese Pflanzen vermehren, denn nach der zweiten Blüte bleibt immer noch genügend Zeit um Samen zu bilden.

Beim Rückschnitt von Blütenpflanzen achte ich darauf, dass ich nicht alle Pflanzen der gleichen Art zur selben Zeit zurückschneide. Das heisst: Es sollten immer noch weitere Glockenblumen, Skabiosen, Reseden etc. in unmittelbarer Nähe blühen.

Die verschiedenen Wildbienen finden auf diese Weise immer noch den speziellen Pollen für ihre Brutzellen.

Rückschnitt in der Hochstaudenflur

Hochstaudenflur
Hochstaudenflur Ende Juni

In der Hochstaudenflur habe ich anfangs Juni die verblühten Nachtnelken, Akeleien und Bergflockenblumen zurückgeschnitten. Vorsicht: möglichst wenig zertrampeln!

Es war auch noch die letzte Gelegenheit, einzelne überzählige Pflanzen herauszunehmen - von jetzt weg sollte die Pflanzung bis zum Herbst nicht mehr betreten werden. Ich schneide höchstens noch Pflanzen weg, welche umgekippt sind und den Durchgang versperren.

Rückschnitt in der Trockenrabatte und auf Wegen

Rückschnitt Glockenblumen
Nach dem Rückschnitt
Rückschnitt Storchschnabel
Nach dem Rückschnitt

In der Trockenrabatte und an den Wegrändern werden ebenfalls die ersten Rückschnitte fällig: Die Kartäusernelken sind als erste verblüht, einige Rundblättrige Glockenblumen habe ich ebenfalls bereits zurückgeschnitten, die meisten blühen jedoch noch.

Blumenwiesen mähen

Sobald die meisten Pflanzen Samen gebildet haben, wird zum ersten mal gemäht; dies ist, je nach Standort, Anfang bis Ende Juni. Das Gras wird auf der Wiese getrocknet, sodass die Samen herausfallen können, dann wird das Heu abtransportiert.

Für die Artenvielfalt der Wildblumenwiese ist es sinnvoll, diese nicht immer zur gleichen Zeit zu schneiden. So können die Samen der einzelnen Arten, welche zu verschiedenen Zeitpunkten ausreifen, neue Pflanzen bilden.

Mähen der Wiesenwege

Unsere Wiesen­wege werden im Juni jeweils zum zweiten Mal gemäht.

Unwetter

Mitte Juni ging ein starkes Gewitter mit Rekord verdächtigen Nieder­schlag­smengen, Sturm und leichtem Hagel nieder.

Während die Rosen noch eine Weile etwas mitgenommen aussahen, standen die Wildpflanzen bald wieder da und blühten, als ob nichts passiert wäre.

Rückschnitt der Rosen nach der Blüte

Die meisten Historischen Rosen blühen, genau wie die Wildrosen, nur einmal im Jahr. Deshalb müssen sie nach der Blüte nicht zurückgeschnitten werden.

Hecke aus Alten Rosen
Hecke mit Alten Rosen

Viele der Alten Rosen bilden im Laufe des Sommers Hagebutten - ein hübscher Winterschmuck oder Futter für die Vögel, je nach Strenge des Winters und je nach Rosensorte.

Einige unserer Damascenerrosen sind jedoch öfterblühend. Damit der Strauch neue Knospen und Blüten bildet, werden die verwelkten Rosen, anders als moderne Rosen, auf höchstens zwei Augen unterhalb der verwelkten Blüten zurückgeschnitten.

Die Triebe treiben eben an der Spitze schneller neue Knospen als weiter unten.

Pflege von Kiesplätzen und -wegen

Kiesweg
Kieswege und Plätze: Bewuchs je nach Belieben

Auf den Kiesplätzen und -wegen entferne ich unerwünschten Pflanzen, wie Gräser, Löwenzahn etc. mit der Pendelhacke.

Glockenblumen, Kartäusernelken, Mauerpfeffer etc. lasse ich erst einmal blühen und entscheide nachher, ob sie bleiben sollen, oder ob mir der freie Platz wichtig ist.

Blick aus dem Küchenfenster: Schmalblättrige Weidenröschen

 

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