Naturgarten

Naturgartenpflege im April

Nach vielen Tagen Sturm und Schnee sind die Staub­gefässe dieser Küchen­schelle zwar umgebogen, aber nicht beschädigt. Harte Kerle, diese Blumen!

Mit der Sonne kam wieder Leben in den Garten - Blausterne, Traubenhyazinthen, Schlüsselblumen und Hohler Lerchensporn blühten.

Ich habe nochmals kurz Löwenzahn, Gräser und Gänsekresse bei allen Standorten gejätet. Jetzt ist für eine Weile Schluss mit Jäten.

Schmetterlinge und erste Bienen sind erschienen: Zitronenfalter, kleiner Fuchs, Hummeln, Wildbienen, Frühlingspelzbienen, Sandbienen, Rote Mauerbienen...

Ergänzung / Änderungen der Anpflanzung

Im April können noch Sträucher und Stauden gepflanzt oder umgepflanzt werden. Sie müssen aber gut eingegossen und bei trockenem Wetter weiter gegossen werden, bis sie angewachsen sind.

Kiesrabatte

Kiesrabatte: Links wurde Edelgamander, der ziemlich gewuchert hatte, enfernt.

Der Bewuchs hat jetzt Lücken - lückiger Bewuchs ist für Wildbienen, welche im Boden ihre Brutzellen bauen, wichtig.

Rote Mauerbiene
Rote Mauerbiene in Käferfrassgang

Pflanze verschwun­den!

Im unteren Bild rechts oben sind die schönen Thymianpolster nach 10 Jahren verschwunden. Es scheinen sich aber verschiedene Mauerpfeffer ausgesamt zu haben. Mal sehen, wie das wird.

Bei Wildpflanzen ist es meistens nicht nötig, verschwundene Pflanzen zu ersetzen - freier Platz ist immer eine Chance für andere.

Wenn die Pflanzung aber vielfältig bleiben soll, muss darauf geachtet werden, dass nicht immer dieselben Pflanzen als Ersatz dazu kommen. Eventuell mit jäten steuern!

Wildpflanzen

Wiesenflockenblume, Glockenblumen, Weidenröschen, Gundelrebe, Mauerpfeffer...

Wildblumen werden zur Verjüngung nicht geteilt, Wildblumen versamen sich. Ihr Bestand erhält sich auf diese Weise. Eine Art kann an einem Standort verschwinden und an einem andern wieder auftauchen.

Beim "kreativen Jäten" sollte der Pflanzenbestand des ganzen Standorts im Auge behalten und sanft gesteuert werden. Eine echt spannende Sache, dieses Jäten!

Wildpflanzen

Die Hochstaudenflur ist zum selben Zeitpunkt schon deutlich üppiger

Wasserpflanzen in Kübeln

In Töpfe, welche 40 cm oder tiefer und wasserdicht sind, können Wasser­pflanzen gepflanzt werden.

Sie sind weniger aufwendig beim Giessen, als gewöhnliche Topfpflanzen. Es muss lediglich nachgegossen werden, wenn der Wasserstand zu tief wird.

Substrataufbau:
20 - 25 cm Blumenerde, 8 cm Kies, der Rest ist Wasser. Je nach Bepflanzung und Gefäss kann das variieren. Für die Sumpfdotterlume haben wir sogar einen Hügel ins Substrat gebaut, sie steht zwar gern am Wasser, aber nicht darin! Mit dabei sind noch Schwanenblume und Blutweiderich. Damit die Schwanenblume blühen kann, braucht sie in den Folgejahren 2-3 mal Flüssigdünger pro Jahr.

Spontane Besiedelung durch Wildpflanzen

Nur wenn die gewünschten Wildblumen bereits in unmittelbarer Nähe wachsen, können sie sich an den neuen Standort aussamen. Ist das nicht der Fall, muss angesät oder angepflanzt werden. Sonst gibts nur Gras, Löwenzahn und Hahnenfuss, wie überall!

Der linke Platz war bis Frühling 2014 noch mit einem Kieshaufen bedeckt. 1 Rosmarinblättriges Weidenröschen und 1 Wundklee wurden angepflanzt, der Rest besiedelt sich hoffentlich selbst.

Früherer Kieslagerplatz - allmähliche Besiedelung seit 2009

In unserem Naturgarten werden nur Rosen und andere Zuchtpflanzen gedüngt. Der gut verrottete Kompost wird lediglich aufgelegt, nicht eingehackt (Bild links).

Pflanzen als Begleitung auf den Wegen
Pflanzen als Begleitung auf den Wegen

 

Die meisten einheimischen Wildpflanzen brauchen keinen Kompost, sie lieben magere und eher trockene Böden. Lediglich die Pflanzen der Feuchtstandorte schätzen eine Kompostgabe, wenn sie sich mit normal feuchtem Gartenboden begnügen müssen.

Blumenrasen

Blumenrasen sollten immer vor dem ersten Mai zum ersten Mal gemäht werden.

Je mehr ein Rasen gedüngt wird, desto häufiger muss er gemäht werden und desto dichter und trittfester wird er. Gleichzeitig verschwinden aber einige Blumenarten.

Ein extensiv gepflegter, magerer Blumenrasen verursacht weniger Pflegeaufwand, er ist locker und artenreicher, darf aber auch nur wenig belastet werden.

Katzenminze

Zwar keine einheimische Wildpflanze, aber bei vielen Insekten ausserordentlich beliebt: Katzenminze

 

Bücher

Weblinks