Naturgarten

Impressionen

Tiere am Teich

Am Teich sitzen, Pause machen und den vielen Tieren zusehen - wie sie schwimmen, jagen, sich paaren, Eier legen und schlüpfen - was will man mehr!

Nebenan baden Vögel, sie trinken, spritzen, holen feuchtes Nistmaterial, wieder andere füttern ihre Jungen.

Spiegelungen mit Seekanne

Bergmolche und Grasfrosch

Amphibien sind auf Feuchtgebiete und Tümpel angewiesen, denn sie leben die ersten Wochen ihres Lebens ausschliesslich im Wasser.

Im Frühling wandern bei uns aus der Umgebung viele Bergmolche in den Teich ein. In ihrem prächtigen Hochzeitskleid, der sogenannten Wassertracht, balzen sie. Schliesslich kleben die Weibchen die Eier einzeln an Wasserpflanzen.

Ein balzendes Bergmolchpaar Bergmolchweibchen klebt ihre Eier an einen Tannenwedel Bergmolchlarve mit Kiemenbüschel am Teichgrund

Aus den Eiern schlüpfen die Kaulquappen, sie entwickeln sich über Wochen zu ausgewachsenen Molchen.

Grasfrosch in der UfervegetationIm Sommer sind Bergmolche an Land unter Steinen, Totholz und anderen feuchten Verstecken zu finden, in ihrer dunkleren Landtracht sind sie recht unscheinbar.

Letzten Sommer tauchte plötzlich ein Grasfrosch auf. Ob wir ihn wiedersehen?

Libellen

Libellen lebten schon vor 300 Millionen Jahren, es waren wahrscheinlich die ersten Lebewesen überhaupt, welche fliegen konnten. Sie gehören auch heute noch zu den besten Fliegern.

Libellen leben ungefähr ein bis zwei Jahre als Larven in Gewässern und häuten sich dabei mindestens 10-mal. Sie leben räuberisch von Insektenlarven, Amphibieneiern, Flohkrebsen und kleineren Libellenlarven.

Für den Schlupf klettern sie an Pflanzen­stängeln empor, verpuppen sich, lassen ihre Körper aushärten und fliegen weg.

Schlanke, rote Kleinlibelle mit schwarzen Querstreifen Blaue Kleinlibelle mit schwarzen Streifen Libelle mit je 2 Flecken auf den Flügeln Rote Libelle mit je einem Fleck auf jedem Flügel Schwarze Libelle mit grünen und blauen  geometrischen Flecken Libelle mit breitem, blaubereiftem Hinterkörper Grosse grünblaue Libelle Ganz dunkelblaue Libelle

Viele Libellen jagen nicht nur an den Gewässern, sondern auch entlang von Hecken und Sträuchern. Gewässerränder sind relativ gefährlich, weil sie von Vögeln intensiv bejagt werden.

Männchen hält das Weibchen am Hinterkopf und sie legt die Eier ins Wasser Bräunliche, gestreifte Larve Die Larvenhaut zeigt die umrisse der Libelle Blassrote Adonislibelle

Als Fluginsekten leben Libellen lediglich noch ungefähr 6-8 Wochen. Sie suchen sich Partner und paaren sich, anschliessend legen die Weibchen Eier ins Wasser.

 

Gartenteich, bald 1 - jährig

Fliegen

Dunkelgrün glänzende Fliege mit weissen Flügelspitzen Blaugrün schillernde Fliege Langbeinfliegen sind wunderschön grün schillernde Fliegen, welche auf auf dem Wasser laufen können. Sie jagen in Wassernähe oder auf dem Wasser kleinere Insekten und saugen diese anschliessend aus. Langbeinfliegen-Larven leben im Wasser und fangen dort ebenfalls kleinere Insekten.

Köcherfliegen und Wasserflorfliege

Raupenähnliche Larve im Köcher Braunschwarzer Netzflügler, ca 2.5 cm lang"Unsere" Köcher­fliegen- Larven haben sich aus verschiedenen Pflanzenteilen einen Köcher gebaut.

Diese Wasserflorfliege, auch Schlammfliege genannt, habe ich am Teichrand fotografiert. Ihre Larven leben räuberisch 2 Jahre im Wasser, verpuppen sich und schlüpfen nach 2 Wochen. Sie leben nur noch ein paar Tage, dabei paaren sie sich und die Weibchen legen bis 2000 Eier.

Wasserwanzen

Wanzen entwickeln sich über 5 Stadien allmählich zum erwachsenen Insekt.

Braunes Insekt mit weissem Bauch und langen Beinen hellbraune Wanzen, schwimmen auf dem Rücken, rudern mit langen Beinen Wasserläufer laufen auf der Wasser­ober­fläche und erbeuten vor allem Insekten, welche ins Wasser gefallen sind.

Rückenschwimmer schwimmen unter der Wasseroberfläche auf dem Rücken. Sie atmen mit der Hinterleibspitze, wobei ihnen der Luftvorrat im Bauch und unter den Flügeln Auftrieb verleiht. Sie sind gute Flieger.

Schlammschnecken

Die gemeine Schlammschnecke und die Spitzschlammschnecke leben vor allem von Algen und abgestorbenen Pflanzenteilen. Sie gleiten auf der Unterseite des Wasseroberflächen-Häutchens auf einer Schleimspur vorwärts (Bild 3).

Die Eier werden in gallertigen Schnüren oder Klumpen an Wasserpflanzen oder Steinen abgelegt. Die Gelege enthalten bis etwa 200 Eier. Aus den Eiern schlüpfen nach etwa 14 Tagen fertige Schnecklein.

Ende Juli: Am Gartenteich im ersten Jahr

 

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